2. Oktober 2018 von Beatrice Pietsch in Newsroom
© SanaRechtzeitig zum Münchner Oktoberfest breitet sie sich aus, die berüchtigte Wiesn-Grippe.
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So schützen Sie sich vor der Wiesn-Grippe

Genug schlafen, warm einpacken und einen Bier-Stopp einlegen

Es beginnt mit einem Niesen oder etwas Husten auf dem Heimweg von der Theresienwiese – und kurze darauf erwischt sie uns mit voller Kraft: die Wiesngrippe.

Tatsächlich beginnt die Welle der Atemwegserkrankungen in und um München jedes Jahr rund um die 41. Kalenderwoche im Oktober, während der Rest der Republik noch unbehelligt vor sich hin atmet. Die Infektionen breiten sich mehr oder weniger in ganz Bayern aus, erlöschen dann aber auch wieder, bis gegen Ende des Jahres die große Welle losbricht und ganz Deutschland hustet und schnieft. Dafür gibt es keine andere vernünftige Erklärung als das Oktoberfest. Gleichwohl man sagen muss, dass der Zusammenhang nicht streng wissenschaftlich erwiesen ist. Die positive Nachricht: Bei der Wiesn-Grippe handelt es sich nicht um die klassische Influenza-Grippe, sondern um leichtere Erkältungskrankheiten.

Die Wiesn ist ein optimaler Lebensraum für Viren: Im Bierzelt halten sich eine große Anzahl von Menschen auf begrenztem Raum bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf. Gepaart mit der einen oder anderen Tuchfühlung mit dem feschen Sitznachbarn und den niedrigeren Herbsttemperaturen ist die Wiesn-Grippe nicht weit.

Wir haben für Sie daher die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie Sie die Wiesn-Grippe vermeiden können:

  • Genug schlafen
    Gerade vor und nach den Wiesn-Tagen sollten Sie sich genügend Schlaf gönnen. Wer zu wenig schläft, ist nicht nur müde und unkonzentriert, sondern auch anfälliger für Erkältungen.
  • Warm einpacken
    Die eine oder andere Maß lässt einen schnell vergessen, dass der abendliche Heimweg durchaus herbstlich kühl werden kann. Haben Sie daher vorsorglich einen Janker dabei – und an alle weiblichen Wiesn-Fans: Eine passende Strumpfhose zum Dirndl sieht nicht nur toll aus, sie hält auch schön warm.
  • Maßkrug merken
    Auf dem Wiesn-Tisch steht ja bekanntlich meist mehr als nur ein Maßkrug. Daher unbedingt genau hinschauen, welcher der eigene ist. Oder einfach ein schickes Maßkrugband verwenden.
  • Hände waschen
    Die Hände nach dem Toilettengang zu waschen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch wichtig ist auch, dass Sie die Händezwischenräume und Handgelenke richtig einseifen. Schnell greift man sich mal unbewusst mit den Händen ins Gesicht und an den Mund – schon sind die Bakterien gleich an der richtigen Stelle und können sich hemmungslos verbreiten.
  • Eine Dusche bewirkt Wunder
    Nein, damit ist keine Bierdusche gemeint. Auch wenn es nach der Wiesn verlockendere Dinge gibt: Eine heiße Dusche stärkt die Abwehr, wärmt verfrorene Glieder und lässt einen auch viel besser einschlafen.
  • Bier-Stopp
    Falls Sie merken, dass erkältungstechnisch etwas im Anmarsch ist, sollten Sie auf weiteren Bierkonsum verzichten. Auch das auf den Tischen tanzen bis zum Umfallen ist bei ersten Erkältungssymptomen weniger vorteilhaft. Schalten Sie lieber einen Gang zurück, trinken Sie viel Tee und machen Sie es sich zuhause auf dem Sofa bequem.