20. September 2018 von Oliver Winklmüller in Auszeichnungen
© Andreas DöringOberarzt Dr. Martin Nicolaus (l.) und Chefarzt Dr. Dietmar Schulz freuen sich über die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft.
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Gemeinsam gegen Krebs

Prostatakrebszentrum der Sana Kliniken Leipziger Land durch Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.

Nach wie vor ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland. Aus diesem Grund bieten die Sana Kliniken Leipziger Land ihren Patienten eine fachübergreifende und koordinierte Behandlung in der Versorgungsstruktur eines Zentrums an.

Das Prostatakrebszentrum versteht sich als Anlaufstelle für Früherkennung, Diagnostik und Therapie. Zentrales Instrument ist die Tumorkonferenz, auf der das medizinische Vorgehen für jeden Patienten fachübergreifend besprochen wird. „Die Patienten können sich darauf verlassen, dass alle unsere Empfehlungen den internationalen medizinischen Leitlinien und der aktuellen Studienlage entsprechen und dass wir die individuelle Situation des Patienten mit einbeziehen“, erklärt Dr. Dietmar Schulz, Chefarzt der Klinik für Urologie. Nun wurde dieser Ansatz und die Arbeit des Teams von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

Mehr als normale Versorgungsmedizin
Um eine solche Zertifizierung zu erhalten, prüfen die Auditoren über mehrere Tage die medizintechnische Ausstattung, die Qualifikation und Erfahrung des Personals, die medizinische Qualität von Diagnostik und Therapie sowie die Behandlungsergebnisse. „Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich, die wohnortnahe Krebstherapie auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln“, sagt Klinikgeschäftsführer Martin Jonas. Neben der hohen Qualität der ärztlichen Versorgung, der Fachkrankenpflege, der spezialisierten Physiotherapie, der sozialen und psychologischen Betreuung und Palliativmedizin bedeutet dies eine gute Vernetzung mit den niedergelassenen Behandlern und weiterbehandelnden Kliniken sowie eine intensive Nachsorge. Zentrumskoordinator Dr. Martin Nicolaus erklärt: „Unsere Behandlung endet nicht, wenn der Patient entlassen wird. Wir erkundigen uns regelmäßig über den weiteren Verlauf der Tumornachsorge. Diese Daten werden in der klinikeigenen Tumordokumentationsabteilung zusammengeführt. Das ist Teil des Qualitätsmanagements am Prostatakrebszentrum.“

Prostatakrebszentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums
Um die Versorgung vor allem derjenigen Patienten weiter zu optimieren, deren Krebserkrankung mehrere Organsysteme betrifft, hat die Bornaer Klinik in diesem Jahr ihre Organkrebszentren zu einem Onkologischen Zentrum zusammengeführt und ebenfalls von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizieren lassen. Das Prostatakrebszentrum ist neben dem Brust- und dem Darmkrebszentrum als drittes Zentrum in diese Versorgungsstruktur integriert. So aufgestellt können an den Sana Kliniken Leipziger Land mehr als 80 Prozent aller diagnostizierten Tumorarten behandelt werden.