13. Juli 2018 von Philipp Jauch in Newsroom
© iStockSonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die durch UV-Strahlung verursacht wird.
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Sonnenbrand und wie man ihn richtig behandelt

Im Gespräch mit dem Dermatologen Dr. Kim Christian Heronimus

Kaum jemand der noch keinen hatte – die Haut spannt, ist gerötet und schmerzt – nur einige der Symptome eines Sonnenbrands.

Dr. Kim Christian Heronimus, Chefarzt für Dermatologie aus dem Lausitzer Seenland Klinikum, erklärt, wie Sonnenbrand entsteht, wie man sich schützt und was im Fall des Falles zu tun ist.

Woher kommt Sonnenbrand?
Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die durch UV-Strahlung verursacht wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Strahlen von der Sonne oder einer künstlichen Strahlungsquelle, wie in einem Solarium, kommen. Hauptsächlich bewirken UVB-Strahlen einen Sonnenbrand, aber auch UVA-Strahlung kann in hoher Dosis dazu führen. Hellhäutige Menschen (Hauttyp I und II) erleiden häufiger einen Sonnenbrand. Bei Menschen mit stärkerer Hautpigmentierung (Hauttyp III und IV) sowie dunkelhäutigen Menschen ist Sonnenbrand seltener.

Wie äußert sich ein Sonnenbrand?
Der Sonnenbrand beginnt erst nach dem Sonnenbad, je nach Ausprägung auch erst nach einigen Stunden und erreicht seinen Höhepunkt meistens 24 bis 36 Stunden danach. Dann zeigen sich Rötungen und Schwellungen und die bestrahlten Stellen jucken und schmerzen. Je nach Grad der Entzündung können sich auch Blasen bilden.

Wie wird ein Sonnenbrand diagnostiziert?
Typisch für einen Sonnenbrand ist, dass er häufig erst einige Zeit nach dem Sonnenbad auftritt und die Rötung sich nur auf die Hautareale beschränkt, die bestrahlt wurden. Kommen weitere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hinzu, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellt fest, ob es sich um einen Sonnenbrand, eine Sonnenallergie oder einen Sonnenstich handelt und leitet entsprechende Maßnahmen ein.

Wie wird ein Sonnenbrand behandelt?
Die beste Behandlung des Sonnenbrands ist es, die betroffenen Körperregionen zu kühlen. In schweren Fällen oder bei besonders großflächigem Sonnenbrand können entzündungshemmende Cremes und Lotionen, die Kortison enthalten, angewandt werden. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln ist je nach Stärke des Sonnenbrands empfehlenswert. Im Normalfall heilt ein Sonnenbrand nach ein bis zwei Wochen ab. Gegebenenfalls löst sich die Haut ab oder beginnt zu schuppen.

Was sind die Folgen eines Sonnenbrands?
Eine übermäßige Sonnenbelastung kann zu Langzeitfolgen führen. Die ultravioletten Strahlen dringen dabei in das Bindegewebe der Haut ein und lösen irreparable Schäden aus. Zum einen verliert die Haut dabei ihre Dehnbarkeit und wird schlaff, die vorzeitige Hautalterung ist dann die Langzeitkonsequenz. Vor allem können häufige Sonnenbäder die Entstehung von Hautkrebs fördern.

Wie kann man einem Sonnenbrand vorbeugen
Am besten ist es, starke Sonneneinstrahlung zu meiden. Zusätzlichen empfiehlt es sich, Sonnenschutzcremes zu verwenden, die über einen hohen Lichtschutzfaktor verfügen. Hier gilt es nicht sparsam zu sein und regelmäßig nach zu cremen. Und ganz wichtig: Kinder sind besonders gefährdet, einen Sonnenbrand zu bekommen. Ihre Haut ist viel empfindlicher als die Haut der Erwachsenen. Daher ist es, nicht nur bei Kindern, wichtig, Sonnenschutzcremes zu verwenden, die UVA- und UVB-Strahlen blocken und einen hohen Lichtschutzfaktor haben. Den wirksamsten Schutz bietet allerdings nach wie vor geeignete Kleidung.