15. Juni 2018 von Beatrice Pietsch in Newsroom
© Sana Kliniken AGDer Kontakt mit dem Gegner und eine hohe körperliche Belastung führen im Fußball immer wieder zu Verletzungen
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(Wett)Kampf bis in den Grenzbereich

Sana WM-Wissen: Folge 1

Warum ist die Zahl der verletzten Fußballprofis in den vergangenen Jahren so stark angestiegen?

Es gibt kaum einen Top-Spieler, der nicht schon verletzungsbedingt in den entscheidenden Momenten der Saison pausieren musste. Ob Holger Badstuber, Marco Reus oder jüngst Manuel Neuer: In der Rückschau beeinflussen einzelne Verletzungsserien nicht nur Fußballerkarrieren, sondern ganze WM- und Club-Bilanzen. In der gerade abgelaufenen Bundesligasaison waren die beiden häufigsten Ausfallgründe muskuläre Probleme und Oberschenkelverletzungen.

Fußball ist ein Kontaktsport bei dem Unfälle vor allem im Zweikampf passieren. Hinzu kommen zahlreiche Verletzungen, die ohne Fremdeinwirkung geschehen. Hierbei handelt es sich vor allem um Muskelverletzungen. Und diese sind wiederum oftmals eine Folge von Überanstrengung. Die Belastung der Top-Spieler, die über die Bundesliga und Champions League hinaus, nun auch mit ihrer Nationalmannschaft die WM in Russland spielen, ist enorm hoch. Auch die Intensität während der Partien hat in den vergangenen Jahren zugenommen: Frühes Gegenpressing oder schnelles Umschaltspiel machen die Muskeln müde. Die Folge: Die Zahl der Verletzungen hat im Laufe der Jahre zugenommen. Aufgrund der hohen Belastung verletzen sich die Profis in der zweiten Halbzeit auch deutlich häufiger als in den ersten 45 Minuten.

Vielfach zeigt es sich zudem, dass sich Fußballer je nach Spielposition unterschiedlich verletzen: Verteidiger und Torhüter haben häufiger Rückenprobleme. Feldspieler kämpfen vor allem mit Oberschenkelproblemen und anderen Muskelverletzungen. Torwarte ziehen sich wiederum leicht eine Magen-Darm-Grippe oder eine Erkältung zu.