15. Juni 2018 von Marion Band in Newsroom
© Boehringer Ingelheim Infobus beim Ringcenter in Offenbach am 26. Juni 2018
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„Herzenssache Schlaganfall“: Infobus beim Ringcenter am 26. Juni

Sana Klinikum Offenbach unterstützt Schlaganfallprävention

Zusammenhang von Diabetes und Schlaganfall steht im Mittelpunkt der 2018er Kampagne

Persönliche Gesundheitsrisiken kennen, Symptome deuten, schnell reagieren – Aufklärung kann Leben retten. Die Neurologische Klinik des Sana Klinikums Offenbach engagiert sich mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion für die Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Am Dienstag, 26. Juni 2018 stehen Chefarzt Dr. Karl-Heinz Henn, Chefarzt der Neurologie am Sana Klinikum Offenbach mit seinem Expertenteam von 10 bis 14 Uhr mit einem Infobus auf dem Parkplatzgelände des Offenbacher Ringcenters. Interessierte Besucher erhalten Auskunft über die Erkennbarkeit von Gesundheitsrisiken eines Schlaganfalls, die richtige Deutung von Symptomen und die angemessene Vorgehensweise im Notfall.

Im knallroten Infobuss kann man sich auch auf das persönliche Schlaganfall- und Diabetesrisiko testen lassen. Zur Aufklärung gehören überdies Themen wie Vorhofflimmern und eine häufig zu spät diagnostizierte Herzrhythmusstörung, ebenso persönliche Beratungsgespräche und Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern.

Ein Schlaganfall kann jeden treffen
Die Furcht vor einem Schlaganfall ist zu Recht weit verbreitet, denn er bedeutet Lebensgefahr oder das Risiko dauerhafter Behinderung. Er ist die dritthäufigste Todesursache nach Herz-/Kreislauferkrankungen und Krebs. 80 Prozent aller Schlaganfälle treten bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr auf. Aber auch schon jüngere Menschen sind häufig betroffen. Dennoch ist in der Bevölkerung das Wissen über seine Symptome, seine Entstehung und Behandlung, aber auch über die Möglichkeiten zu seiner Vermeidung noch immer zu gering.

Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren: Neben Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, schlechten Blutfettwerten, Übergewicht, Rauchen und zu wenig körperlicher Aktivität gehört auch Diabetes Mellitus dazu. Diese Krankheit steigert das Risiko für einen Schlaganfall bis zum dreifachen im Vergleich zur restlichen Bevölkerung. Dabei sind Frauen stärker gefährdet als Männer.

Diabetes Mellitus und Schlaganfall
Von den jährlich rund 270.000 Schlaganfall-Erkrankungen ließen sich zwischen 50 bis 70 Prozent durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und eine gesunden Lebensweise verhindern. An der Volkskrankheit Diabetes mellitus Typ-2 leiden etwa 7 bis 8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, inklusive einer Dunkelziffer von etwa 2 Millionen Menschen. Deutschland gehört somit weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten absoluten Anzahl an Diabetes-Mellitus-Erkrankten.
Etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient ist Diabetiker, da bei dieser Patientengruppe häufig auch die weiteren Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen vorliegen. Diabetes-Patienten, die einen Schlaganfall erleiden, haben laut einer aktuellen Studie eine um bis zu 12 Jahre verkürzte Lebenserwartung.

Die Initiatoren und Partner der Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“ setzen mit ihrer bundesweiten Aufklärungskampagne genau hier an, um in der Bevölkerung den Informationsstand über Ursachen, Risikofaktoren und Vorsorgeoptionen zu Schlaganfall und Diabetes deutlich zu verbessern und dadurch die Anzahl der Schlaganfälle und Diabeteserkrankungen zu reduzieren.

„Unser Engagement als Klinik geht weit über die eigentliche Versorgung von Patienten hinaus“, so Chefarzt Dr. Henn. „Mit unserer Beratung der Menschen vor Ort möchten wir dazu beitragen, Schlaganfälle zu verhindern und das persönliche Risikobewusstsein zu fördern. Ein Schlaganfall lässt sich durch regelmäßige Bewegung und Entspannung, durch eine Normalisierung des Fettstoffwechsels mit gesunder Ernährung, durch den Abbau von Übergewicht und den Verzicht auf Zigaretten deutlich reduzieren. Auch eine optimale Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck sind wichtig. Entscheidend ist letztlich der Wille, aktiv gegen die Risikofaktoren anzugehen. Damit wir möglichst viele Menschen mit unserer Aktion erreichen, haben wir bewusst den Parkplatz vom Offenbacher Ringcenter ausgewählt und sind dankbar für die Unterstützung des Centers.“

Schlaganfall- und Diabetes-Experten machen mobil
Initiatoren des Informationsprojektes sind das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim in Kooperation mit der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD), der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke (DSCK), der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS), der Deutschen Diabetes Hilfe (diabetesDE), dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD), der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), der Deutschen Nierenstiftung (DNS), der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), der Deutschen Herzstiftung (DHS) sowie der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Im Rahmen der Aufklärungskampagne tourt der signalrote Infobus in diesem Jahr erneut durch Deutschland.

Schnelle Hilfe in der Stroke Unit des Sana Klinikums Offenbach — eine der größten Stroke Units in Rhein-Main

Jährlich rund 1.500 Schlaganfallpatienten mit Durchblutungsstörungen des Gehirns behandelt Chefarzt Dr. Karl-Heinz Henn mit seinen Kollegen an der Stroke Unit des Sana Klinikum Offenbach. Mit 14 Betten gehört seine „Schlaganfall-Einheit“ zu den größten im Rhein-Main-Gebiet. Die meisten Patienten verbleiben nur einige Tage in der Stroke Unit, in der sie wie in einer Intensivstation rund um die Uhr überwacht und im 6-Stunden-Takt untersucht werden. Danach wechseln sie auf die Normalstation, so dass ihr Krankenhausaufenthalt insgesamt zwischen fünf bis 14 Tagen beträgt. In interdisziplinärer Zusammenarbeit ziehen Dr. Henn und sein großes Team klinikeigene Experten heran. Computertomografie, Kernspintomografie, Angiografie, Ultraschall, EKG sowie die Messung von Blutdruck, Blutzucker und Temperatur des Patienten werden zur Diagnose und Behandlung durchgeführt. Modernste Therapiemethoden wie Lysetherapie und Thrombektomie kommen zum Einsatz. Seit Einrichtung der Stroke Units konnte in Hessen die Sterblichkeit bei Schlaganfall um 21 Prozent und die Fälle mit bleibenden Behinderungen um 30 Prozent gesenkt werden.