© Sana Kliniken Leipziger LandUltraschall-Elastographie: Bereits vor dem Eingriff wissen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist.
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Präzisere Diagnostik

Bornaer Ärzte setzen auf Ultraschall-Elastographie

HNO-Heilkundler testen Einsatzmöglichkeiten im Rahmen einer Studie.

Neue Wege an der HNO-Klinik in Borna: Erstmals wird im Rahmen einer Studie die sogenannte Ultraschall-Elastographie ergänzend zu den standardmäßigen Diagnostikverfahren zur näheren Bestimmung von Schilddrüsentumoren und Lymphknotenveränderungen am Hals eingesetzt.

Die Ultraschall-Elastographie ist eine Weiterentwicklung der Ultraschalluntersuchung. Sie wird bereits seit vielen Jahren in der Krebsdiagnostik bei Tumoren der Brust als erste Orientierung und Ergänzung zu anderen Untersuchungen eingesetzt und kann Gewebeveränderungen sichtbar machen. Mit der Elastographie lässt sich nun darüber hinaus die Härte bzw. Elastizität eines Gewebes darstellen. Prof. Dr. Thomas Wilhelm, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-, Hals und plastische Gesichtschirurgie am Sana Klinikum Borna begründet die Neuerung: „Unser Bestreben ist, bereits vor einem Eingriff zu wissen, ob ein Tumor oder eine Lymphknotenveränderung gut- oder bösartig ist. Im Rahmen einer Studie wollen herausfinden, welchen Beitrag die Ultraschall-Elastographie leisten kann.“

In der Beurteilung von Brust- und Lebertumoren wird das Verfahren bereits erfolgreich angewendet. Wie der Ultraschall ist die Ultraschall-Elastographie schmerz- und strahlungsfrei. Es treten keine Nebenwirkungen durch die Ergänzung der Ultraschalluntersuchung durch die Elastographie auf.