31. Januar 2018 von Philipp Jauch in Newsroom
© Sana Klinikum Hof

„Den Kindern eine Freude bereiten“

Spielzimmer im Sana Klinikum Hof besteht seit 25 Jahren

Im Sana Klinikum Hof sind die kleinen Patienten nicht nur medizinisch bestens versorgt. Eine Erzieherin und der Klinikclown sorgen für Abwechslung.

Birgit Mai betreut seit 20 Jahren die kleinen Patienten auf der Kinderstation im Sana Klinikum Hof. Im Interview spricht die gelernte Erzieherin  über das Gewohnte im Außergewöhnlichen, die Rolle des Klinikclowns und Vertrauen durch Zuwendung.

Zur Klinik für Kinder- und Jugendliche im Sana Klinikum Hof gehört unter anderem ein Spielzimmer. Was verbirgt sich hinter dem Angebot?

Das Spielzimmer gibt es schon seit mehr als 25 Jahren für die kleinen und großen Patienten der Kinderklinik des Sana Klinikums Hof. Wochentags haben die Kinder von 9.30 bis 12.30 Uhr die Möglichkeit dort zu spielen. Es ist mir eine tägliche Freude durch unser umfangreiches Spielangebot und die direkte Beschäftigung mit den Kindern diese ein wenig von ihrer Erkrankung und dem Krankenhausalltag ablenken zu könne.

Welche Bedeutung hat das Spielzimmer für die Kinderstation und die kleinen Patienten?

Das Spielzimmer hat eine große Bedeutung in vielerlei Hinsicht. Zum einen ist es eine willkommene Ablenkung von Heimweh und Krankheit für die Kinder, das Spielen in kleinen Gruppen ist etwas Gewohntes im fremden des Klinikalltages. Kinder die bereits das Bett verlassen können und nicht infektiös sind, können das Spielezimmer aufsuchen um gemeinsam mit anderen Kindern zu spielen. Zum anderen unterstützt es auch die Schwestern der Station und die Eltern der Kinder. In der Vormittagszeit können die Eltern ihrer Arbeit nachgehen und wissen ihre Kinder gut betreut. Im Spiel mit den Kindern gelingt mir oft leichter einen vertrauensvoller Zugang, ich verbringen viel Zeit mit Ihnen und habe so die Möglichkeit, sie in Spielsituation zu beobachten. Gerade bei verhaltensauffälligen Kindern kann ich so den Ärzten wichtige Informationen über die Interaktion mit anderen Kindern geben, über die Fähigkeit sich zu konzentrieren oder allein zu spielen.

Wie ist das Spielzimmer ausgestattet?

Ob Kaufmannsladen, Ritterburg, Puppenwagen, Legobausteine oder Brettspiele – für jedes Alter ist etwas dabei. Am liebsten nehmen die Kinder das saisonale Bastelangebot war. Auch Legobausteine und Brettspiele stehen hoch im Kurs. Gerade bei den älteren Kindern ist es wichtig, angesagte Brettspiele vorzuhalten. Dass wir das alles anbieten können, haben wir auch einigen Unternehmen aus unserer Region zu verdanken. Sie sammeln in Aktionen für unser Spielzimmer und unterstützen uns mit Sachspenden, weil ihnen die Betreuung der Kinder am Herzen liegt.

Eine angenehme Atmosphäre, viele unterschiedliche Spielsachen und eine professionelle Betreuung: Das Sana Klinikum Hof investiert viel in die Betreuung der Kleinen Patienten. Welches Ziel verfolgen Sie persönlich bei Ihrer Arbeit?

Es geht in erster Linie darum, den Kindern Ablenkung zu bieten, Freude zu bereiten, zu lachen, fröhlich sein. Das ist die beste Medizin und fördert den Heilungsprozess. Neben der kreativen Abwechslung, die ich Ihnen bieten möchte, ist es mir auch ganz wichtig die Kinder im Auge zu behalten: Wann ist ein Kind erschöpft, wann braucht es eine Umarmung – eben die vielen wichtigen kleinen Signale wahrzunehmen.

Einmal monatlich besucht der Klinikclown die Kinder der Station. Kleine Schafe, die sich in fliegende Kühe verwandeln, Fiebermessen mit dem Maßband. Wenn Klinikclown Charly auf der Kinderstation Visite hält, sind fröhliche Augenblicke garantiert.

Organisiert werden die Clownauftritte durch die Kinderhilfe Eckental, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kliniken mit Kinderstationen mit Clownauftritten zu unterstützen und Notaufnahmen sowie Rettungswagen mit Trösterteddys zu versorgen. Für jedes Kind hat Clown Charly auf seiner monatlichen Tour durch die Stationen der Kinderklinik Trösterteddy Ralphi dabei.