13. Dezember 2017 von Anja Kley in Newsroom
© Sana Klinikum Hof

Chefarzt bringt Know-how nach Hof

Sana Klinikum Hof

Neue minimal-invasive Therapiemethoden in der Diagnostischen Radiologie

Als ein „Leuchtturmprojekt“ für das Jahr 2018 bezeichnet Professor Dr. Boris Radeleff, der neue Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, die neuen minimal-invasiven Therapiemethoden am Sana Klinikum Hof. Diese werden auf der Basis der Diagnostischen Radiologie weit über die Hofer Region hinaus strahlen und Signalwirkung für die Behandlung von Schwerpunkterkrankungen in der Organ- und Gefäßbehandlung haben. Prof. Dr. Radeleff hat sich der umfassenden Erforschung der Diagnostischen Radiologie mit den Schwerpunkten Onkologische und abdominelle Organ- und Gefäß-Bildung im CT und MRT sowie der Interventionellen Radiologie verschrieben. „In Kürze werde es am Sana Klinikum Hof“, so der Mediziner, der 20 Jahre in Heidelberg praktizierte, Eingriffsmethoden geben, mit denen bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel Tumore in Leber, Niere, Uterus oder Lunge, nicht nur präzise erkannt werden, sondern auch punktgenau behandelt werden können. Es gelingt uns heute, unter Anwendung der Bereiche CT, Ultraschall und Durchleuchtung im Verbund mit Interdisziplinären Tumorboards dort anzusetzen, wo die jetzigen Behandlungsmethoden noch an gewisse Grenzen stoßen“, so der Mediziner. So ist es unter heutigen Gesichtspunkten eben noch nicht in jedem Fall möglich, einen Tumor immer operativ unter der Intention der Heilung zu behandeln. Einmal, weil gängige Operationsmethoden dies (noch) nicht zulassen oder, weil der Patient einen größeren chirurgischen Eingriff ablehnt. Von der Heidelberger Uniklinik bringt Prof. Dr. Boris Radeleff sein Know-how als Sektionsleiter für Interventionelle Radiologie mit nach Hof. Haltepunkte seiner Laufbahn waren ein Auslandsaufenthalt in Großbritannien im Transplationscenter Papworth, Cambridge. Vor seiner Approbation 1998 arbeitete er als Assistenzarzt in der Abteilung für Urologie, wurde später Oberarzt und übernahm 2009 die Leitung der Angiographie und Interventionelle Radiologie an der Uniklinik. Im Jahr 2010 habilitierte Prof. Radeleff zum Thema: „Wandentzündung und Toxizität von Gefäss-Stents: Edelmetall im Vergleich zur Polyzene-F-Beschichtung und Pharmaka-Freisetzung“. Im April 2013 wurde dem Mediziner die Bezeichnung außerplanmäßiger Professor durch die Universität Heidelberg verliehen. Eine Spezialität von Prof. Radeleff ist neben der minimal-invasiven Behandlung von Tumoren, die Behandlung von lebensbedrohlichen Notfällen, wie zum Beispiel von Varizen Blutungen bei der Leberzirrhose (TIPSS), und auch die Wiedereröffnung von verschlossenen Gefäßen der Extremitäten und im Bauchraum.