28. November 2017 von Oliver Winklmüller in Newsroom
© Sana Kliniken Leipziger Land

Borna in der Therapie von Herzbeschwerden ganz vorn dabei

AOK bescheinigt Sana Kliniken Leipziger Land überdurchschnittliche Versorgungsqualität in der Herzkatheter-Behandlung

Die Sana Kliniken Leipziger Land gehören hinsichtlich der AOK-Daten bei den therapeutischen Kathetern ohne Infarkt sachsenweit zu den besten Kliniken.

Der Herzkatheter ist ein kleiner Schlauch, der über den Unterarm oder die Leiste ins Blutgefäß geschoben wird. So lassen sich verstopfte Arterien wieder öffnen. Diesen Eingriff – die perkutane Koronarintervention (PCI) – führen sachsenweit 17 Kliniken durch. Fünf von ihnen hat die AOK Plus nun eine überdurchschnittliche Qualität im bundesweiten Vergleich bescheinigt – auch dem Sana Klinikum in Borna.

Laut Daten der Krankenkasse AOK liegen die Sana Klinik Leipziger Land im Bereich der von ihr erhobenen Qualitätsmerkmale unter den besten 20 Prozent aller untersuchten Kliniken. Verglichen wurden die Ergebnisse von Patienten ohne akuten Herzinfarkt, die eine therapeutische Herzkatheter-Behandlung (Ballonaufdehnung mit oder ohne Stentimplantation) an den Koronararterien erhalten haben. „Im Umkreis von 50 km findet sich kein weiteres Krankenhaus in der Spitzengruppe“, sagt der Kardiologe Dr. Uwe Müller, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Sana Klinikum Borna.

Zur Erklärung: Die Daten werden vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) regelmäßig erhoben und im AOK-Krankenhausnavigator veröffentlicht. Die jüngsten Zahlen für den Zeitraum 2013 bis 2015 wurden im November 2017 aktualisiert. Die von der AOK untersuchten Herzkatheter-Behandlungen kommen zum Einsatz, wenn die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen verengt sind. Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ist die Versorgung eingeschränkt, sind die Betroffenen weniger belastbar und klagen über Brustschmerzen und/oder Luftnot.

Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Wiedereröffnung des verengten oder gar verschlossenen Gefäßes durch einen minimalinvasiven Eingriff. Dabei wird mithilfe eines Katheters ein Ballon in das verengte Gefäß eingeführt, um es wieder zu weiten. Oft wird im Rahmen dieses Eingriffs ein Stent, also eine Gefäßstütze eingesetzt, die das Gefäß dauerhaft offen hält.

„Der Eingriff ist einer der häufigsten bei herzkranken Menschen“, erklärt Dr. Uwe Halfwassen, Kardiologie und Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin in Borna. „Wird die Intervention durch einen erfahrenen Untersucher durchgeführt, liegt die Erfolgsquote je nach Ausprägung der Läsion bei über 90 Prozent.“ Die Beschwerden verschwinden, wenn das Gefäß wieder eröffnet wurde.

Um den Behandlungserfolg langfristig zu stabilisieren, ist es allerdings wichtig, dass die Risikofaktoren durch eine gesunde Lebensführung minimiert werden. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, Bewegung, der Verzicht auf Nikotin, die Einstellung des Blutdrucks, Blutfettkontrolle und bei Diabetikern die Blutzuckereinstellung.