22. November 2017 von Sebastian Kimstädt in Mitarbeiter, Newsroom
© Natascha Wojahn

Austausch in der Pflege-Ausbildung – eine wunderbare Erfahrung

Reisetagebuch IV - Pflegeschülerin Natascha Wojahn berichtet aus England!

Nach vier Wochen in einem englischen Krankenhaus sind die beiden Regio-Pflegeschülerinnen Vivien Nagel und Natascha Wojahn wieder zurück in Deutschland.

Die zweite Hälfte meines Aufenthaltes in England ist echt wie im Flug vergangen. Ich glaube, das liegt vor Allem daran, dass man schnell eine eigene Routine entwickelt und seinen Tagesablauf an die Gegebenheiten, wie zum Beispiel den speziellen Abfahrtzeiten des Busses oder die englischen Zeiten des Früh- und Spätdienstes angepasst hatte. Anfängliche Nervosität und Unsicherheiten sind vergangen und ich hatte begonnen Späße mit den Kollegen auf der Arbeit zu machen.
Besonders amüsant fanden diese meinen deutschen Akzent oder auch einfach deren Vorstellung von der „harten und aggressiv-klingenden“ deutschen Sprache. Trotzdem wurde ich oft für mein Englisch gelobt, sowohl von Patienten als auch von Verkäufern oder Leuten im Bus. Die Engländer sind nämlich viel offener für Smalltalk mit Fremden und strahlen eine Freundlichkeit aus, die man in Deutschland nur selten findet.
Und so viel positives Feedback stärkt natürlich auch das Selbstbewusstsein. Dazu kommt, dass man allmählich auch ein Gespür für das Fachvokabular im Krankenhaus bekommen hatte und auch sonst viele neue Wörter und Redewendungen in seinen Wortschatz mit einfließen lassen konnte – etwas, das mir sicherlich auch in der Zukunft sehr nützlich sein wird!

Obwohl die Zeit in England eine wirklich wunderbare Erfahrung für mich war, die ich wahrscheinlich auch jederzeit wiederholen würde, habe ich mich gegen Ende der vier Wochen doch zunehmend darauf gefreut, zu meiner Familie und meinen Freunden nach Deutschland zurückzukehren und vor Allem: wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen!

Die Rückreise sind Vivien und ich dann zusammen angetreten und die hatte es in sich.
Wir haben uns in Workington getroffen, der Stadt, in der ich während des Aufenthaltes gewohnt habe, um von dort aus die Bahn nach Carlisle zu nehmen. Direkt am Bahnhof lag schon das erste Hindernis vor uns. Wir mussten auf die andere Seite gelangen, welche nur über eine Brücke mit einer jeweils ziemlich hohen Treppe, zu erreichen war. Und das Ganze bitte mit Gepäck, von dem wir beide nicht zu wenig dabei hatten.
Von Carlisle ging es dann weiter zum Hauptbahnhof in Newcastle und von dort mit der Metro zum Newcastle International Airport. Obwohl wir eine relativ gute Verbindung hatten, haben wir für diese Strecke schon knapp 5 Stunden gebraucht.
Am Flughafen angekommen, begann dann der Stress, denn unser Flug nach Amsterdam hatte knapp 25 Minuten Verspätung und das, wo wir doch in Amsterdam sowieso schon nur 45 Minuten bis zum nächsten Flug hatten!
Das führte dazu, dass wir nach der Landung direkt zum nächsten Gate rennen mussten und dieses auch nur rechtzeitig erreichten, weil man dort bereits auf wartete.
In Hamburg nach 10 Stunden Reise endlich angekommen, bekamen wir dann die Folgen dieser „Short Connection“ zu spüren.
Unsere Koffer waren nämlich nicht so schnell von Flieger zu Flieger gekommen, wie wir und so standen wir nach der Gepäckausgabe immer noch ohne unsere Koffer dar.

Hoffentlich kommen diese zeitnah nach!

Natascha Wojahn