20. November 2017 von Oliver Winklmüller in Newsroom
© Sana Kliniken Leipziger Land

Schnelle Hilfe für Schwerverletzte

Die Sana Kliniken Leipziger Land sind erneut als »Regionales Traumazentrum« zertifiziert worden .

Die Sana Kliniken Leipziger Land versorgen Schwerverletzte in erstklassiger Qualität und erfüllen bei der Betreuung lebensgefährlich Verletzter alle Kriterien.

Dies hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) durch die Rezertifizierung erneut festgestellt. Damit bestätigt die DGU das hohe Niveau, auf dem Menschen mit schwersten Verletzungen im Sana Klinikum Borna behandelt werden.

Schnelle Versorgung überlebenswichtig
Die schnelle Versorgung besonders mehrfach verletzter Personen rund um die Uhr, das ganze Jahr – das ist in kurzen Worten Ziel und Aufgabe eines »Regionalen Traumazentrums«. Denn die Überlebenschance eines schwer verletzten Patienten ist stark zeitabhängig. Transportwege müssen bei Lebensgefahr kurz sein, es muss eine ständige Aufnahmebereitschaft und hohe Versorgungskompetenz des Krankenhauses vor Ort geben. Um Regionales Traumazentrum zu werden, muss ein hoher Standard der Polytraumaversorgung mit den entsprechenden Anforderungen an personelle und gerätetechnische Ressourcen erfüllt werden. „Ein DGU-Traumanetzwerk besteht aus lokalen, regionalen und überregionalen Traumazentren. Ein Kriterium für den Status »Regionales Traumazentrum« ist unter anderem, dass die Klinik einen schwer verletzten Patienten gemeinsam mit den anderen Kliniken des Krankenhauses auch nach der Erstversorgung voll umfänglich behandeln kann“, erklärt Zentrumsleiter Dr. Jens Gerhardt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Sana Klinikum Borna.

Im Notfall muss schnell agiert werden
Im Traumazentrum der Sana Kliniken Leipziger Land werden neben schweren Einzelverletzungen auch schwerste und lebensbedrohliche Kombinationsverletzungen, so genannte Polytraumata, bestmöglich versorgt. „Dafür gibt es einen fest vorgeschriebenen Behandlungsablauf“, erklärt Gerhardt. „Die Unfallursachen sind hierbei vielfältig. Dies können beispielsweise Verkehrsunfälle, Stürze aus großer Höhe oder auch schwere Arbeitsunfälle sein.“ Im Notfall selbst arbeiten dann Ärzte aller Fachrichtungen sehr eng zusammen. „Wird ein schwer verletzter Patient angekündigt, wird das komplette Schockraum-Team alarmiert und steht so bereits bereit, wenn der Patient im Klinikum eintrifft“, so Gerhardt weiter. Alle notwendigen medizinischen Geräte – etwa ein CT oder MRT – sowie ein Operationssaal befinden sich im oder in unmittelbarer Nähe zum Schockraum, damit das Team im Notfall schnell und zielgerichtet agieren kann.

Das regionale Traumazentrum der Sana Kliniken Leipziger Land
Zur Versorgung von schwerstverletzten Patienten steht am Sana Klinikum Borna ein Team aus Ärzten besonders der Bereiche Orthopädie- und Unfallchirurgie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Radiologie, Neurochirurgie sowie Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie bereit. Das OP-Management und die Labormedizin stehen als unterstützende Abteilungen jederzeit zur Verfügung. Weitere Fachabteilungen (HNO, Innere Medizin, Neurologie) können die Erstversorgung und weitere Therapie der verletzten Patienten ergänzen. „Eine zentrale Stärke des Sana Klinikums Borna besteht in der sehr guten Zusammenarbeit der verschiedenen Fachabteilungen, nur so ist eine qualitativ hochwertige Behandlung von schwer verletzten Patienten möglich“, unterstreicht der Chefarzt.

Das Traumanetzwerk Westsachsen: Schnelle, hoch spezialisierte Versorgung
Unter Federführung der DGU wurde vor einigen Jahren die Initiative Traumanetzwerk ins Leben gerufen. Ziel ist es, flächendeckend eine gute und zeitgerechte Versorgung von Schwerstverletzten durchzuführen. Im Traumanetzwerk Westsachsen sind Kliniken aller Versorgungsstufen vertreten, außerdem sind Ärzte, Rettungsleitstellen und Rettungsdienste eingebunden.