20. November 2017 von Anja Kley in Newsroom
© Sana Klinikum Hof

Mit viel Menschlichkeit und Kompetenz geführt

Nach über 38jähriger Dienstzeit verabschiedet

Das Sana Klinikum Hof verabschiedet Dr. med. Carola Ponikau, Chefärztin der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie in den wohlverdienten Ruhestand.

Eine Seele von Mensch, so lässt sich Dr. Ponikau wohl ganz treffend umschreiben. Herzliche, wertschätzende, anerkennende Worte begegneten ihr und den Gästen der Verabschiedungsfeier im Sana Klinikum Hof. Selbst wenn man Chefärztin Ponikau nicht persönlich kannte, so wurde einem doch schnell klar, welch besonderer Mensch nun das Klinikum verlässt. Nach 38 Dienstjahren, davon über 14 als leitende Ärztin der Diagnostischen Radiologie, verabschiedete sich die geschätzte Kollegin nun in den Ruhestand. Ein Rückblick auf eine so langjährige und treue Tätigkeit in einem Unternehmen bringt immer etwas Melancholie mit sich und man darf getrost von einem sehr bewegenden Abend sprechen. Geschäftsführer Dr. Holger Otto skizzierte auf charmante Art den Werdegang der Chefärztin die sich 1997 am damaligen Stadtkrankenhaus um eine Assistenzarztstelle bewarb. Damals entschied noch der Hofer Stadtrat über die Einstellung von Ärzten und nachdem der Beschluss einstimmig ausgefallen und ihr der Diensteid abgenommen war, konnte Dr. Ponikau am 2. Januar1979 ihre medizinische Karriere beginnen. „Mit Dr. Carola Ponikau verabschieden wir uns von einer hoch engagierten, herzlichen und hoch qualifizierten Kollegin, die ausgezeichnete Arbeit leistete.“, so Dr. Otto. „Wir sind Ihnen sehr zum Dank verpflichtet – für Ihre Hingabe, direkte Art und Menschlichkeit“. Zu den Festrednern gehörte außerdem Prof. Dr. Matthias Schürmann, der sich im Namen aller Chefärztinnen und Chefärzte als auch Sektionsleiter für die Zusammenarbeit herzlich bedankte. Die ein oder Träne rollte ganz sicher während des Abends über die Wangen ihres Teams. „Wir haben mit Ihnen eine erstaunliche Zeit verbracht“ berichtet Thomas Fischer mit leuchtenden Augen. „Sie hatten immer ein offenes Ohr, auch bei persönlichen Belangen“, betonte er. Dr. Ponikau habe die Gabe, die Fähigkeiten jedes Einzelnen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu fördern und mit ihnen gemeinsam die Radiologie zu einem stabilen und kompetenten Dienstleistungszentrum aufzubauen. Auch Oberärztin Dr. Nicole Schumacher verschaffte mit ihrem bildhaften und humorvollen Rückblick den Gästen ein sehr gutes Gefühl für die wunderbare Zusammenarbeit. „Wir danken dir für all dein Engagement, deine Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und das Vertrauen, dass du in uns gesetzt hast“. Getreu ihrem Motto: Arbeitszeit ist Lebenszeit – war es Chefärztin Ponikau wichtig für alle eine angenehme Arbeitsumgebung zu schaffen, schließlich verbrachte man ja doch fast mehr Zeit mit dem Kollegenteam als mit der eigenen Familie. Nun geht sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber mit dem Wissen eine hervorragend qualifizierte und strukturierte Abteilung mit einem starken Team ihrem Nachfolger zu hinterlassen und der Vorfreude auf viel Zeit für ihre Enkeltochter, ihren Garten und interessante Reisen. Zu guter Letzt übergab sie einen großen Schlüssel – symbolisch für die Tür der Radiologie – wohlwollend in die Hände ihres Nachfolgers Prof. Dr. Boris Radeleff.

Prof Radeleff stammt gebürtig aus Frankfurt am Main. Mit seinem Antrittsvortrag: „Was kann die Interventionelle Radiologie heute? Mit Kugeln und Hitze gegen den Krebs.“ – gab er den Gästen einen ersten Einblick in seine Arbeit.
Radeleff ist Facharzt für Diagnostische Radiologie mit den Schwerpunkten thorakale und abdominelle Organ- und Gefäß-Bildgebung im CT und MRT sowie der Interventionellen Radiologie. Zuletzt arbeitete Prof. Radeleff seit 2011 als Sektionsleiter für Interventionelle Radiologie an der Uniklinik Heidelberg. Dort begann er 1989 seine medizinische Ausbildung mit dem Medizinstudium. Danach wurde er Assistenzarzt in Abteilung für Radiodiagnostik Ende 2003 wurde er Facharzt für Diagnostische Radiologie. Als Oberarzt stand er dann bis 2009 in den Bereichen MRT, Angiographie, Interventionelle Radiologie, Ultraschall, Durchleuchtung und Projektionsradiographie weiter im Dienst für das Heidelberger Uniklinikum. 2009 übernahm er die Leitung der Angiographie und Interventionelle Radiologie und habilitierte 2010. m Mai 2010 erwarb Radeleff die höchste Qualifikation für Interventionelle Radiologie der DEGIR Stufe II durch die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (DEGIR) und Qualifikation zum DEGIR-Ausbilder für Interventionelle Radiologie. Im April 2013 wurde ihm die Bezeichnung außerplanmäßiger Professor durch die Universität Heidelberg verliehen. Eine besondere Spezialität von Prof. Radeleff ist neben der minimal-invasiven Behandlung von Tumoren wie z.B. von Leber- und Nierentumoren, der Behandlung von lebensbedrohlichen Notfällen wie z.B. von intraabdominellen und retroperitonealer Blutungen, auch die Wiedereröffnung von verschlossenen Gefäßen der Extremitäten und im Bauchraum. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung in meiner Berufslaufbahn“ sagte Prof. Radeleff – ich möchte die von Dr. Ponikau so sorgfältig aufgebaute Diagnostische Radiologie erhalten und ihr die Möglichkeiten der Interventionellen Radiologie mit ihrem Füllhorn an unterschiedlichsten Eingriffen zur Seite stellen – es wäre dann eine sinnvolle und wertvolle Weiterentwicklung für die Klinik und für die Region. Der neue Chefarzt erfreut sich privat an Opern und ist begeisterter Wassersportler – Windsurfer seit 35 Jahren – und freut sich auf das „Erst-Surfern“ auf den vielen wunderschönen Seen Bayerns.

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