14. Juni 2017 von Anja Kley in Newsroom
© Diakonie Hochfranken Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe, Hof

Was hält dich gesund?

Gemeinschaftsprojekt der Berufsfachschulen des Sana Klinikums Hof und der Diakonie Hochfranken

Große Zuspruch bei allen Teilnehmern und Organisatoren.

Salutogenese war das Thema des gemeinsamen Projektages der Berufsfachschulen des Sana Klinikums Hof und der Diakonie Hochfranken Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe. Was bedeutet Salutogenese?

Der Denkansatz der Salutogenese beschäftigt sich damit, dem Vorrang einzuräumen, was Menschen gesund hält, gegenüber der Frage nach den Ursachen von Krankheiten und Risiken. Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen salus für Gesundheit und genese für Entstehung ab – also die Gesundheitsentstehung. Dahinter stehen Fragen wie – Was kann ich selber tun um gesund zu bleiben? Wie entsteht Gesundheit? Diese Fragen beschäftigten um 1970 bereits den israelisch-amerikanischen Medizinsoziologe Aaron Antonovsky. Er prägte den Begriff Salutogenese und entwickelte sie als ein Konzept der Entstehung von Gesundheit.

Heute stößt die Salutogenese auch in der Pflege auf großes Interesse. Bei dem kürzlich durchgeführten Gemeinschaftsprojekt der Berufsfachschulen wurde dem Thema auf den Grund gegangen. Mit der Frage, wie man seine Gesundheit schützen kann und was auf sie einwirkt, befassten sich vier Gruppen á 15 Schülerinnen und Schüler. Dabei stand nicht die sozialwissenschaftliche Theorie, sondern vielmehr ein praxisnahes Herangehen im Vordergrund. In Gruppenarbeit und Workshops setzten sie sich mit Wahrnehmung und Gefühlen, mit Humor, Ernährung und Braingym auseinander. Zu den Dozenten gehörte auch Marco Stickel vom Theater Hof. Mit intensiven und konzentrierten Übungen lud er die Gruppen zu einer neuen Aufmerksamkeit gegenüber den Anwesenden ein. Die Teilnehmer beobachteten und näherten sich unter bestimmten Prämissen, übten ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung zu beschreiben und erlebten dabei Einblicke in die menschliche Interaktion, die der Alltag so nicht bietet. Berufsfachschülerin Vera Mergner vom Sana Klinikum Hof resümierte abschließend: „Zwar sind unser Schulen räumlich getrennt, im Mittelpunkt steht für uns alle jedoch der Mensch. Die Zusammenarbeit mit den Schülern der Altenpflegeschule hat uns großen Spaß gemacht und wir sind definitiv für weitere gemeinsame Projekte in der Zukunft offen.“

Die Leiterin der Berufsfachschulen der Diakonie Hochfranken, Angelika Stößel-Hofmann, zieht ebenfalls ein sehr positives Fazit. „Das Gemeinschaftsprojekt sei sehr gut angekommen. Wir wollen es gern wieder durchführen. Unser Auswertungsthermometer war überwiegend im oberen Bereich, der Kontakt zu den direkt benachbarten Schülerinnen und Schülern hat allen gutgetan.“ Xenia Kugler, Schulleiterin der Berufsfachschulen des Sana Klinikums Hof stellte fest, dass die Schüler nach anfänglicher Zurückhaltung offen aufeinander zugingen und aus den gemischten Gruppen aus Alten- und Krankenpflegeschülern schnell ein gutes Miteinander entstand. „Die einzelnen Stationen, bei denen primär das gemeinsame Erleben statt eine starre Unterrichtssituation im Vordergrund stand, fanden durchweg Zuspruch. Es kam zu echten Dialogen zwischen den Berufsgruppen. Das Feedback überzeugte uns, dass ein derartiges berufsschulübergreifendes Projekt erneut stattfinden kann und sollte.

Martin Abt, Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken und Dr. Holger Otto, Geschäftsführer der Sana Klinikum Hof Schulen gGmbH und des Sana Klinikums Hof freuten sich, dass das vor einem Jahr angestoßene Projekt nun gemeinsam so erfolgreich umgesetzt werden konnte. Ihr Dank gilt allen Organisatoren, Schülerinnen und Schülern.