14. Juni 2017 von Anne Stach in Newsroom
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Den Krebs verstehen lernen

Mit anderen Betroffenen sprechen

Das ihre Unsicherheit, ihre Ängste und Sorgen „normal“ sind, dies lernen die Kinder besser verstehen in den Beratungsangeboten des Vereins.

Sabine Brütting, Psychoonkologin und Gestalt-Therapeutin für Kinder und Jugendliche, ist im Verein “Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V.“ für die psychologische Betreuung der hilfesuchenden Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern zuständig. „Die weitere Entwicklung des Kindes kann deutlich positiv beeinflusst werden, wenn auf seine speziellen Probleme eingegangen wird. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder aller Altersgruppen in dieser besonderen Situation auch einer ganz besonderen Unterstützung bedürfen“, betont Brütting.

Seit 2008 bietet der Verein diese Beratung an, sei es in Einzelgesprächen, aber auch in fortlaufenden Gruppenterminen oder mit regelmäßigen Familienwochenenden. Viele Jugendliche berichten noch Jahre nach einer Beratung im Verein, wie wichtig eben dieser Austausch für sie gewesen ist. „Die Kinder müssen verstehen, dass sie keinerlei Schuld haben und dass ihre Unsicherheit, ihre Ängste und Sorgen ‚normal‘ sind. Deshalb seien neben den Einzelberatungen auch die Gruppentermine so wichtig“, so die Therapeutin. Einige Eltern und ihre Kinder schätzten besonders auch die Teilnahme an einem von dem Verein angebotenen Familienwochenende. Denn auch hier würden viele erkennen, dass sie nicht alleine sind. Es ist wichtig für die betroffenen Familienmitglieder andere zu treffen, die in ähnlichen Situationen leben und mit dem Unvorstellbaren zu Recht kommen müssen.

Auf der einen Seite brauchen Eltern wie Kinder auch Ruheinseln und Rückzugmöglichkeiten, auf der anderen Seite ist es aber wichtig, „Spaß zu haben und neben der Trauer auch Freude zu empfinden“, sagt Brütting und lädt Betroffene ein, sich an den Verein „Hilfe für Kinder krebskranker Eltern“ zu wenden, der seit 20 Jahren genau hier ansetzt und sensible Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und ihre krebskranken Eltern anbietet.

Weitere Informationen unter http://www.hkke.org.

Quelle: Anne Stach
Sana Klinikum Offenbach