6. Juni 2017 von Nina Maria Ziegler in Sprechstunde
© Krankenhaus vom Roten Kreuz Bad Cannstatt GmbHJederzeit für sie da - die Fachärzte des PNZ
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Die perfekte Kombination von zwei Fachgebieten

Pneumologisch-Neurologisches-Zentrum in Stuttgart Bad Cannstatt

Im Herzen Stuttgarts sorgt das Pneumologisch-Neurologische Zentrum mit erstklassiger ambulanter Versorgung für das Wohlergehen der Patienten.

Wann kann man als Patient zur Behandlung ins Pneumologisch-Neurologische Zentrum kommen? Um eine Antwort auf diese und viele weiteren Fragen zu geben, stellten die Fachärzte Burkhard Hofmann und  MUDr. Blanka Tyuchova ihre Fachabteilungen vor. Sie berichten über die Besonderheiten ihres medizinischen Versorgungszentrums und gingen auf bestehende Synergien ein.

Was ist das PNZ und wofür steht die Abkürzung?

Das PNZ steht für die Abkürzung, Pneumologisch-Neurologisches-Zentrum und ist ein Medizinisches Versorgungszentrum am Krankenhaus vom Roten Kreuz Bad Cannstatt GmbH.Die seit 2008 existierende Praxis setzt sich aus dem schlafmedizinischen Zentrum Stuttgart mit einem modernen Schlaflabor sowie der Abteilung für Neurologie zusammen.

Herr Hofmann, Sie sind ärztlicher Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums, was kann man sich unter einen Schlaflabor vorstellen und was wird hier genau gemacht?

Burkard Hofmann: Im Schlafmedizinischen Zentrum erfolgt die Behandlung von Patienten mit Schlafstörungen. Überwiegend sind dies Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen. Die Versorgung erfolgt  ambulant in einem Zehn-Betten Schlaflabor in den Praxisräumen und auch mit Diagnosesystemen für den Heimgebrauch. Diese Patienten fallen einerseits durch Minderung der Tagesvigilanz auf oder sind mit häufigen Begleiterkrankungen eines gestörten Schlafes verknüpft.

Mit allen neuen Patienten erfolgt eine ausführliche Anamnese zum Schlaf und vorhandenen Erkrankungen. Eine körperliche Untersuchung ist ebenfalls Bestandteil. Zur Klärung einer Verdachtsdiagnose werden mit den Patienten zwei Untersuchungsnächte im Schlaflabor geplant und der  Ablauf und die möglichen Behandlungskonzepte besprochen. Die Versorgung erfolgt rein ambulant, so dass die Patienten tagsüber wie gewohnt zur Arbeit gehen oder  ihre täglichen Erledigungen nachgehen können. Während  der Nacht im Schlaflabor wird das Schlafprofil erfasst und nach Störungen der Atmung, des Kreislauf oder Bewegungsstörungen im Schlaf gesucht.

Dazu nutzen wir die kardio-respiratorische Polysomnographie. Mit dieser werden die Hirnströme, die Muskelspannung, der Atemfluss, die Arbeit der Atempumpe, das EKG, das Pulsverhalten, der Sauerstoffgehalt und Schnarchen gemessen. Auch kann ungewöhnliches Verhalten im Schlaf durch Videometrie gesehen werden.

Sie sind als Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Schlafmedizin tätig, während Frau Dr. Tyuchova als Neurologin im PNZ den Dienst versieht. Bestehen Synergien zwischen den beiden Ärzten?

Hofmann: Es besteht eine enge Verknüpfung zwischen beiden Fachbereichen, insbesondere deshalb, da viele Neurologische Erkrankungen, wie beispielhaft der Morbus Parkinson oder ein Schlaganfall, nicht selten mit Schlafstörungen verbunden sind. Demnach kommt es oft zu einer  Kommunikation unter uns Ärzten, um Behandlungsplanung für den Patienten vorzunehmen.

Frau MUDr. Tyuchova. Sie führen eine Praxis für Neurologie im Pneumologisch-Neurologischen Zentrum. Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?

MUDr. Blanka Tyuchova: In der Praxis für Neurologie werden neurologische Erkrankungen des Gehirnes, des Rückenmarks und des peripheren Nervensystems behandelt. Zum Alltag gehören folglich vor allem spezielle neurologische Messungen wie beispielsweise die Elektroenzephalographie (EEG) und die dementsprechende klinische Untersuchung. Ergänzend zu den körperlichen Untersuchungen werden außerdem viele weitere Untersuchungsmethoden angewendet.

Besonders viel Wert legen Sie im PNZ auf die Sprechstunden. Welche Bedeutung haben diese Gespräche für den Patienten?

Hofmann: Wir bieten jeden Vor- und Nachmittag Sprechstunden für unsere Patienten an. Durch ein persönliches Gespräch erhält der Patient nähere Informationen zur Erkrankung, möglichen Folgen und Möglichkeiten der Therapie.

Wer gehört noch zum Team des PNZ?

MUDr. Tyuchova: Zum Team des PNZ gehören neben den beiden Fachärzten sieben medizinische Fachangestellte. Diese sind ein wertvoller Bestandteil unserer Praxis. Ohne sie könnten wir die komplexen Aufgaben tags und nachts nicht durchführen.