18. Mai 2017 von Christiane Pötter in Newsroom
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Der Bandscheibenvorfall

Wenn die Stoßdämpfer schlapp machen

Wie Stoßdämpfer beim Auto federn die Bandscheiben Bewegungen und Erschütterungen ab.

Die Bandscheiben sitzen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern. Wie Stoßdämpfer beim Auto federn sie Bewegungen und Erschütterungen ab und sorgen so für die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Im Alltag sind unsere Bandscheiben großen Belastungen ausgesetzt. Je nach Haltung lastet auf ihnen weit mehr als das eigene Körpergewicht.

Schäden an den Bandscheiben sind leider ein normaler Alterungsprozess. Verschleiß, aber auch Stress und eine falsche Haltung machen die kleinen Polster spröde und rissig. Schmerzen aber entstehen erst dann, wenn ein Teil der Bandscheibe seinen angestammten Platz verlässt und auf den Nerv drückt. Hier spricht der Mediziner vom Bandscheibenvorfall.  Am ehesten trifft es Menschen über 50, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Aber ein Bandscheibenvorfall ist kein Grund zur Panik – man kann ihn meist sehr gut behandeln. Heute gibt es viele – ganz unterschiedliche – Therapien. Sie alle haben das Ziel, den Patienten langfristig von seinen Schmerzen zu befreien. Oft hilft eine Therapie mit Medikamenten in Kombination mit physikalischen Angeboten. Bei einer Wärme- oder Kältebehandlung, zum Beispiel, wird der Körper zur Ausschüttung schmerzhemmender Stoffe angeregt. Meist funktioniert eine enge Zusammenarbeit von Ärzten, Physiotherapeuten, Masseuren, Akupunkteuren und manchmal auch Psychologen am besten. Das Wichtigste aber ist sicherlich Bewegung. Eine Schonhaltung, wie sie früher gerne dem Patienten empfohlen wurde, führt oft immer tiefer in den Teufelskreis aus Schmerzen und Vermeidungshaltung. Dr. med. Büchin-Emunds und Dr. med. Harald Schall von der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie im Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart beraten Sie gerne.