5. Mai 2017 von Anja Kley in Newsroom
© Sana Klinikum Hof

Keine Chance für eine schwache Blase!

Harn-Inkontinenz ist kein Schicksal!

Informationsabend für Patienten, Angehörige und Interessenten am 10. Mai 2017, 19:30 Uhr im Central Kino in Hof – Eintritt kostenfrei.

Ein gesunder Lebenswandel kann entscheidend zur Vermeidung vieler Krankheiten beitragen. Leider nicht, wenn es um Blasenschwäche und Erkrankungen der Prostata geht. „Entscheidend ist deshalb, frühzeitig zu untersuchen und schnell zu reagieren“, weiß Dr. Hansjörg Keller, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin am Sana Klinikum Hof. Bei seinem Vortrag für die Frankenpost-Leserakademie spricht Keller zusammen mit seinem Kollegen Oberarzt Dr. Razvan Vasile Dican über das Thema „Was tun, wenn die Prostata wächst und die Blase schwächelt?“. 60 bis 70 Prozent der rund 80-jährigen Männer kennen diese Probleme. Doch auch bei den 30- bis 60-Jährigen sind zwölf Prozent betroffen. „Zunächst gilt es abzuklären, ob anatomische Veränderungen – wie Erkrankungen der Prostata oder der Harnblase – die Ursache sind oder Veränderungen an den Blasennerven“, erklärt Chefarzt Keller. Harndrangbeschwerden und Harninkontinenz lassen sich häufig medikamentös behandeln und damit schnell abstellen. Sind tatsächlich operative Eingriffe nötig, können diese in der Regel minimalinvasiv erfolgen. Doch am Anfang der Behandlung steht zunächst immer eine sorgfältige Erfassung der Beschwerden und eine gründliche Untersuchung. „Die Untersuchungen sind für den Patienten nicht belastend“, sagt der Experte. Neben einem ausführlichen Gespräch gehört dazu das Abtasten von Bauch, Nieren, Harnblase und Prostata. Unter Umständen werden dann eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Untersuchung der Niere vorgenommen. Selbst eine Krebserkrankung der Prostata muss nicht zwingend operativ oder mit einer Strahlentherapie behandelt werden. „Gerade wenn der Patient schon älter ist und das Tumorstadium nicht weit fortgeschritten, kann man dank einer engmaschigen Überwachung abwarten, ob die Krankheit überhaupt ausbricht“, erklärt Keller. Von entscheidender Bedeutung sei hier eine neuartige und noch nicht sehr verbreitete Untersuchungsmethode, die Magnetresonanztherapie und Ultraschall kombiniert und seit einem Jahr erfolgreich am Sana Klinikum Hof praktiziert wird. „Die Trefferquote der Biopsie-Untersuchungen wird damit um 17 bis 20 Prozent verbessert.“

Die Klinik für Urologie, Kinderurologie, Urologische Onkologie und Palliativmedizin am Sana Klinikum Hof ist zertifiziertes Beratungszentrum der Deutschen Kontinenzgesellschaft und verfügt über das gesamte Spektrum zur Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des kleinen Beckens, des Beckenbodens und der Harninkontinenz bei Mann und Frau.

Der Vortrag findet im Rahmen der Gesundheitsreihe 2017 „Gemeinsam für Gesundheit“ – eine Kooperation der Frankenpost und des Sana Klinikums Hof statt. Die Vortragsreihe bietet eine breite Palette an interessanten Themen aus den verschiedenen Fachgebieten des Sana Klinikums Hof. Sie gibt allen Besuchern die Möglichkeit, sich über das jeweilige Krankheitsbild sowie über aktuelle Entwicklungen der Medizin zu informieren. Innerhalb der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung spricht jeweils ein Chef- oder Oberarzt zu einem medizinischen Thema. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen an die Ärzte zu richten.

Der aktuelle Gesundheitsvortrag:
Keine Chance für eine schwache Blase! Harn-Inkontinenz ist kein Schicksal
findet am Mittwoch, dem 10. Mai 2017 – 19:30 Uhr im Central-Kino in Hof statt. Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.