4. April 2017 von Anja Kley in Newsroom
© Giegold

Schmerzen in Hüfte und Knien

Informationsabend am 5. April 2017 um 19.30 Uhr im Central Kino in Hof.

Wann ist es Zeit für ein künstliches Gelenk? Soll eine OP so lange wie möglich hinausgezögert werden?

„Nichts ist besser als das eigene Gelenk“, weiß Professor Matthias Schürmann, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Handchirurgie am Sana Klinikum Hof. In seinem Vortrag unter dem Titel „Schmerzen in Hüfte und Knie – Wann ist es Zeit für das künstliche Gelenk? Gibt es Alternativen?“ spricht der Mediziner deshalb auch darüber, wie man die eigenen Gelenke fit und gesund erhält, wie konservative Therapien helfen, und welche Alternativen es zum Einsatz einer Prothese gibt. „Dadurch, dass wir in unserem Haus eine große Unfallchirurgie haben, viele Schmerzpatienten behandeln und chronische Beschwerden lindern, betrachten wir die Gelenkchirurgie nicht nur von der Seite der Arthrose her“, erklärt Schürmann. Nicht umsonst sei das Sana Klinikum eine von wenigen Kliniken in Bayern, die von der Landesärztekammer eine volle Weiterbildungsermächtigung erhalten haben. Auch für Patienten, die tatsächliche eine Prothese brauchen, sucht Schürmann stets nach der individuell besten Lösung. „Die Menschen sind von der Anatomie her viel individueller als man gemeinhin annimmt“, betont der Professor.

Das zertifizierte Endoprothetikzentrum des Sana Klinikums Hof arbeitet deshalb nicht nur mit einem Hersteller zusammen, sondern hält beispielsweise für Hüften sieben bis acht verschiedene Prothesenmodelle in den unterschiedlichsten Größen vor. Die Infektionsproblematik – größte Sorge der Chirurgen und größte Gefahr für die Patienten – habe man in seiner Abteilung hervorragend im Griff: Bei Patienten mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken können die Hofer Operateure seit Jahren auf infektionsfreie Verläufe im Behandlungsprozess der Patientinnen und Patienten zurückschauen. „Darauf sind wir sehr stolz.“ Dennoch ist eine so große Operation immer mit Risiken verbunden. Nicht zuletzt deshalb plädiert Professor Schürmann dafür, zunächst alle Möglichkeiten der konservativen Therapie – von der Physiotherapie über Akupunktur, Schmerzbehandlung, Bandagen oder Einlagen bis hin zu Injektionen – auszuschöpfen, bevor er wirklich zur Operation rät. Bei Beschwerden an den Kniegelenken hilft häufig auch eine kleinere Operation, bei der die Beinachse geringfügig verändert und so die Belastung für das Gelenk reduziert wird. „So kann man locker noch fünf bis acht Jahre mit dem eigenen Gelenk gewinnen.“ Darüber hinaus gibt es Schlüsselloch-Operationsmethoden, bei denen der Knorpel in den Knien wieder zum Wachsen angeregt wird.Bei Patienten, die schon in jungen Jahren Hüftprobleme haben, sind oft Einklemmungserscheinungen der Weichteile am Hüftgelenk Ursache der Beschwerden. Auch hier können Schlüsselloch-Operationen Abhilfe schaffen und eine spätere Arthrose-Erkrankung verhindern.

Im Vortrag am Mittwoch, dem 5. April erhalten Sie Informationen über moderne gelenkerhaltende und minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten bei Hüftbeschwerden.