19. Mai 2015 von Sebastian Kimstädt in Newsroom, Qualitätskliniken
© Regio KlinikenDr. Björn Saager vor der Inbetriebnahme des Labors an einer der Sicherheitswerkbänke.
© Regio Kliniken

Neues Reinraumlabor für die Regio Kliniken

Zytostatika-Herstellung für mehr als 300.000 Euro modernisiert

Die Regio Kliniken haben in ihrer Zentralapotheke am Klinikum Elmshorn ein neues Reinraumlabor zur Herstellung von Zytostatika in Betrieb genommen.

Für mehr als 300.000 Euro wurden die bisherigen Räume modernisiert und damit die Arzneimittelsicherheit für die Onkologie-Patienten weiter verbessert.

Leise fällt die Tür hinter Apotheker Dr. Björn Saager ins Schloss. Die Leuchtanzeige neben der Tür springt von Grün auf Rot. Jetzt muss Dr. Saager in seiner speziellen Reinraumkleidung warten. Denn auch die Tür vor ihm bleibt verschlossen. Erst nach knapp 20 Sekunden gibt ein grünes Licht den weiteren Weg frei.

Wer in das neue Reinraumlabor der Zentralapotheke im Regio Klinikum Elmshorn will, der muss gleich zwei dieser Schleusen passieren. In Ihnen wird der unterschiedliche Luftdruck ausgeglichen, der in den beiden Labor-räumen herrscht. Durch den leichten Überdruck im Labor bleiben Stäube und Keime vor der Tür. Das ist wichtig, weil die Medikamente für Chemotherapien, die so genannten Zytostatika, absolut steril sein müssen und keine toxischen Substanzen in die Umgebung abgegeben werden dürfen.

„Das Labor ist jetzt auf dem neuesten Stand der Technik“, erzählt Dr. Saager. „Die Arzneimittelsicherheit steigt und damit letztlich auch die Sicherheit für die Patienten.“

Mehr als 300.000 Euro haben die Regio Kliniken in die Modernisierung der Apotheke investiert. Mit dem Geld wurden neben einer zusätzlichen Schleuse reinraumgerechte Oberflächen eingebaut. Zusätzlich wurde die Lüftungsanlage entsprechend aufgerüstet, um die Druckunterschiede erzeugen und regulieren zu können.
Herzstück des Labors ist aber eine neue Sicherheitswerkbank unter der die Medikamente hergestellt werden. Außerdem haben die Regio Kliniken die alte Werkbank behalten, so dass neben den Zytostatika auch andere Arzneimittel aseptisch hergestellt werden können.

„Die Behandlung von Krebserkrankungen ist ein Schwerpunkt unseres medizinischen Angebots. Mehr als 3400 Patienten werden in unseren hochspezialisierten Zentren wegen Brust- oder Darmkrebs, urologischen sowie gynäkologischen Krebserkrankungen und anderen bösartigen Tumoren wie Lungenkrebs behandelt. Unser modernes Reinraumlabor ist Voraussetzung dafür in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Praxen auch in Zukunft für eine steigende Zahl von onkologischen Patienten eine hochwertige Behandlung anbieten zu können“, erklärt die Vorsitzende der Regio Klinik-Geschäftsführung, Angela Bartels.

Der Umbau des alten Labors hat insgesamt vier Monate gedauert und wurde vom Land Schleswig-Holstein gefördert.

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