11. Mai 2015 von Christina Schneider in Medizin des Lebens, Neue Verfahren, Newsroom, Themen
© MATHYS AGStabilisierung mit Ligamys und Federkomponente
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Neuartige Behandlungsmethode in der Sana-Klinik Nürnberg

Kreuzbanderhalt statt Ersatz.

Das frisch gerissene Kreuzband wird nicht ersetzt, sondern gezielt durch Naht und innere Schienung zur Heilung gebracht.

Die Behandlung der vorderen Kreuzbandverletzung stellt die Chirurgie seit vielen Jahren vor große Herausforderungen. Dr. Willi Attmanspacher, leitender Arzt der Praxis für Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie am Südwestpark und Chirurg in der Sana-Klinik Nürnberg, nutzt mit dem „Ligamys-System“ eine neue Technik für seine Patienten. Sein Ziel ist es, das köpereigene vordere Kreuzband, (VKB), zu erhalten und somit einen Kreuzbandersatz durch körpereigenes Gewebe in den meisten Fällen überflüssig zu machen.

Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist eine häufige Knieverletzung. Oft wird mehr als nur das VKB verletzt. Seitenband-, Meniskus-, Knorpelschäden oder eine Kombination dieser Begleitverletzungen kommen vor. Das Kniegelenk fühlt sich durch den Riss des VKB häufig instabil an. Ein wiederholtes Wegknicken kann die Folge sein und führt längerfristig zu Knorpelschäden und schließlich zur Arthrose. Die Ligamys-Technik ist ein neuartiges, vielversprechendes Verfahren und führt nach der Operation frühzeitig wieder zu einem sportfähigen und belastbaren Kniegelenk.

Wie funktioniert das Prinzip? Das VKB wird arthroskopisch genäht. Dies bedingt drei kleine Schnitte (1 bis 2 Zentimeter) am Kniegelenk. Oberschenkel und Unterschenkel werden mit einem reißkräftigen Polyethylen-Faden überbrückt, der die Spannungskräfte übernimmt und somit das heilende Kreuzband vor Überdehnung schützt. Damit dieser nach ein paar Bewegungs-Zyklen nicht selbst reißt, wird er federnd im Ligamys-Implantat im Unterschenkel verankert. Mit Hilfe der Ligamys-Technologie erfolgt eine Stabilisierung des Kniegelenks. Das VKB kann dadurch in Ruhe heilen. Eine Sehnentransplantat-Entnahme ist damit nicht mehr notwendig und die Morbidität des Eingriffes sehr gering.

Ein frisch gerissenes vorderes Kreuzband hat somit hohe Heilungschancen, wenn es unmittelbar nach der Verletzung versorgt wird. „Es hat sich gezeigt, dass die besten Resultate erzielt werden, wenn das Kniegelenk innerhalb der ersten zwei bis maximal drei Wochen nach der Verletzung operiert wird – die Zeit ist also entscheidend“, so Attmanspacher.

„Das Ziel der ersten fünf Tage nach der Operation ist Ruhe und wenig Bewegung des Gelenkes, um das genähte Band maximal zu schützen“, führt der Chirurg weiter aus. „Zur Abschwellung werden kühlende Umschläge angewandt und unterstützend entzündungshemmende Medikamente gegeben.“ Bis die Oberschenkelmuskulatur wieder „voll gehorcht“, wird bei Bedarf zur Sicherheit eine Oberschenkelschiene getragen. Von dieser innovativen Technik konnten bereits viele Patienten in der Sana-Klinik Nürnberg profitieren.

Quelle: Sana-Klinik Nürnberg GmbH
Christina Schneider
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Über Nürnberg:
In der Sana-Klinik Nürnberg sind die medizinischen Fachdisziplinen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie, Hand- und Fußchirurgie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin sowie multimodale Schmerztherapie vertreten. Sie werden unterstützt durch Fachärzte für Anästhesiologie, durch Radiologen, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten und durch Physiotherapeuten. Die Sana-Klinik Nürnberg gehört zur Sana-Kliniken AG, die zu den „Top 4“ der privaten Krankenhausunternehmen in Deutschland zählt.