2. Dezember 2014 von Dr. med. Franz Hartmann in Sprechstunde
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Nach Schema SOP

Standardisierte Entscheidungspfade verbessern die Qualität

Schriftlich fixierte Abläufe, so genannte SOP, helfen bei der richtigen Behandlung von Krankheitssymptomen.

Geballtes Expertenwissen auf einem Blatt Papier — die sogenannten Standard Operating Procedures , kurz SOP, sind schriftlich fixierte Abläufe, die den Ärzten helfen, sich beim Erkennen und Behandeln von Krankheitssymptomen auf das Wesentliche zu konzentrieren und richtige Prioritäten zu setzen. Kommt etwa ein Patient mit Thoraxschmerzen in die Notaufnahme, arbeitet das Behandlungsteam rasch und systematisch ein festgelegtes Untersuchungsschema ab. Wenn sich der Verdacht auf Herzinfarkt zunächst nicht bestätigt, weiß jeder im Team, dass zur Kontrolle nach vier Stunden ein weiteres EKG und eine Blutentnahme folgen müssen. Die SOPs schaffen reproduzierbare Qualität und verbessern die Effizienz des ärztlichen Handelns, erklärt Dr. Franz Hartmann, Chefarzt der Kardiologie in den Sana Kliniken Ostholstein.

Der Patient profitiert dabei auch von der besseren Organisation seines Klinikaufenthaltes. Wartezeiten etwa verkürzen sich und Doppeluntersuchungen werden vermieden. Erfahrene Ärzte formulieren die jeweilige SOP unter Berücksichtigung des aktuellen Fachwissens. Auch eher seltene Aspekte einer Erkrankung sind in den Entscheidungspfaden berücksichtigt und müssen nicht extra nachgelesen werden. Trotz aller Standardisierung bleibt die individuelle Situation des Patienten stets im Fokus, meint Dr. Hartmann. Die Orientierung an festgelegten Abläufen ersetzt natürlich nicht das ärztliche Denken.

Adresse

Sana Kliniken Ostholstein
Klinik Eutin
Hospitalstraße 22
23701 Eutin
Telefon: 04521 787-0
Telefax: 04521 787-1809
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