19. August 2014 von Sebastian Kimstädt in Medizin des Lebens, Newsroom
© Sebastian Kimstädt / Regio Kliniken Darmzentrums, Marc Voß, Chefarzt Dr. Ulf Niemann und der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Oliver Hader, bei der Gründung des Darmzentrums.
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Regio Klinik verstärkt Kampf gegen den Darmkrebs

Regio Klinikum Elmshorn erhält eigenständiges Darmkrebszentrum

Experten für Darmkrebs arbeiten im neuen Darmzentrum am Regio Klinikum Elmshorn fächerübergreifend zusammen.

Darmkrebs zählt zu einer der häufigsten Krebserkrankungen. Mehr als 70.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an einem bösartigen Darmtumor. Im Kreis Pinneberg sind nach vorsichtigen Schätzungen alleine 300 Menschen jährlich betroffen. Für sie erweitert die Regio Klinik das Behandlungsangebot. Nach Pinneberg erhält auch Elmshorn ein eigenständiges Darmzentrum.

Geleitet wird die neue Einrichtung vom Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Regio Klinikum Elmshorn, Dr. Ulf Niemann. Er hat im April die Leitung der Abteilung übernommen und bereits damals den Aufbau des Darmzentrums angekündigt.

„Der Bedarf für ein eigenes Darmzentrum ist hier in Elmshorn vorhanden. Die Stadt ist groß und hat ein weites Einzugsgebiet, das über die Grenzen des Kreises Pinneberg hinaus reicht“, sagt Dr. Niemann. „Daher schaffen wir für die Menschen hier wohnortnah ein zusätzliches Angebot zur Behandlung von Darmkrebs.“

Der neue Chefarzt bringt die notwendige Erfahrung für den Aufbau und die für 2015 geplante Zertifizierung eines Darmzentrums mit. Bis zu seinem Wechsel nach Elmshorn trug Dr. Niemann sieben Jahre lang die Verantwortung für das Qualitätsmanagement eines Darmzentrums an einem großen Krankenhaus der Maximalversorgung in Süddeutschland.

Auch die Regio Klinik verfügt bereits über langjährige Kompetenz in der Behandlung von Darmkrebs. Vor fünf Jahren ist das Darmzentrum in Pinneberg um Chefarzt Dr. Ulf Nahrstedt als erste Einrichtung seiner Art in Schleswig-Holstein nach den Maßstäben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden und gehört nach einem aktuellen Bericht der DKG zu einem der besten zertifizierten Zentren bundesweit.

„Gemeinsam mit den Kollegen aus Pinneberg werden wir für die Menschen hier in der Region das Leistungsspektrum zur Behandlung gut- und bösartiger Darmerkrankungen erweitern. Die Patienten profitieren dabei von den bereits vorhandenen Kompetenzen der Regio Klinik“, erläutert Dr. Niemann.

Der Ärztliche Direktor des Regio Klinikums Elmshorn, Dr. Oliver Hader, sieht in dem neuen Zentrum eine deutliche Stärkung der Elmshorner Klinik und sieht das Krankenhaus gut aufgestellt. „Die Klinik hat eine gute gastroenterologische Abteilung und verfügt über moderne Diagnosetechnik. Außerdem arbeiten wir sehr eng mit den niedergelassenen Medizinern zusammen“, führt Dr. Oliver Hader weiter aus.

Der Leiter der Gastroenterologie am Regio Klinikum Elmshorn, Marc Voß, wird gemeinsam mit Dr. Niemann das Darmzentrum aufbauen. Der Leitende Arzt übernimmt die Funktion eines Koordinators. Seine Aufgabe wird es sein, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ärzten der einzelnen Fachrichtungen in und außerhalb des Krankenhauses zu koordinieren.

„Durch diese enge Zusammenarbeit können wir den Patienten eine individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung und Nachsorge anbieten“, sagt Dr. Niemann.

An der Spitze des neuen Darmzentrums stehen bewusst ein Viszeralchirurg und ein Gastroenterologe. „Wir bündeln unsere diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen und ermöglichen somit die bestmögliche Behandlung unserer gemeinsamen Patienten“, erklärt Voß.

Die diagnostischen Möglichkeiten sind im Regio Klinikum Elmshorn in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut und verbessert worden. Rund 200.000 Euro hat die Klinik in neue hochauflösende Kameras und Monitore zur Untersuchung des Magen-Darm-Traktes investiert. „Mit den Kameras können wir kleinste Veränderungen in der Magen- und Darmschleimhaut noch besser erkennen und behandeln“, erklärt Voß. Derzeit untersuchen er und sein Kollege Dr. Klaus Zimmer rund 2500 Patienten im Jahr. Bei 900 werden Darmspiegelungen vorgenommen.

Mit der offiziellen Gründung des Darmzentrums schafft die Regio Klinik die Voraussetzung, die Arbeit in dem Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizieren zu lassen. Dazu muss eine bestimmte Zahl von Krebsbehandlungen im Jahr nach den strengen Vorgaben der Fachgesellschaft durchgeführt werden.

„Wir unterstellen uns damit freiwillig der unabhängigen Kontrolle der Deutschen Krebsgesellschaft und können durch den Vergleich mit anderen Darmzentren unsere Qualität weiter verbessern. Dadurch können wir einen geprüften Behandlungsstandard gewährleisten“, erläutert Dr. Niemann. Er strebt die Zertifizierung der neuen Einrichtung für Ende 2015 an.

Vorbild für die neue Zentrumsstruktur bei der Behandlung von Darmkrebs ist die Gynäkologie. Die Regio Klinik betreibt bereits seit mehreren Jahren in Pinneberg und Elmshorn ein zertifiziertes Brustzentrum, das wegen seiner hohen Qualität nicht nur von den Patienten sondern auch vom FOCUS empfohlen wird.

„Unsere bestehenden Zentren in den Bereichen Darmkrebs, Gynäkologie, Urologie und Gefäßmedizin sind medizinisch außerordentlich erfolgreich und können sich durchaus mit universitären Einrichtungen messen“, betont Geschäftsführer Philipp Schlösser. „Daher wollen wir diesen Kurs fortsetzen.“

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