6. Juni 2014 von bettina Schreiner in Medizin des Lebens, Themen
© Sana-Kliniken Bad Wildbad GmbHProf. Stefan Sell, Bernhard Mosbacher
© Sana-Kliniken Bad Wildbad GmbH

„Knie Active“

Sana Kliniken Bad Wildbad und Touristik GmbH gehen außergewöhnliche Kooperation ein

Medizinisches Know-How mit Tourismus verbinden, wo könnte das besser gelingen, als in einer Gesundheitsstadt wie Bad Wildbad.

Medizinisches Know-How mit Tourismus verbinden, wo könnte das besser gelingen, als in einer Gesundheitsstadt wie Bad Wildbad. Dieser Gedanke war die Grundlage für eine außergewöhnliche Kooperation, die die Sana Kliniken Bad Wildbad mit der Touristik GmbH Bad Wildbad eingegangen ist. „Knie Active“ heißt das Programm, das Chefarzt Prof. Dr. Stefan Sell, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Touristik GmbH, Bernhard Mosbacher, jetzt vorgestellt hat. Künftig können Menschen mit Knieschmerzen einen viertägigen Urlaub in Bad Wildbad buchen. Während ihres Aufenthalts werden sie von Medizinern und Sportwissenschaftlern betreut. Eine bessere Lebensqualität ohne Knie-OP ist das Ziel.
„Wir sind eine Stadt mit Top-Spezialisten in einer wunderbaren Umgebung. Was uns fehlte, war ein Gesamtkonzept“, erklärte Prof. Dr. Sell vor Vertretern der Stadt, der Hotellerie und der niedergelassenen Ärzteschaft die Entstehung der Idee zum Knie-Active-Programm. Anhand von Zahlen verdeutlichte er den großen Bedarf an einem solchen Angebot: 5 bis 15  Millionen Menschen seien an Arthrose erkrankt, die häufig  ursächlich ist für Knieschmerzen. Die Behandlung der Arthrose sei der drittgrößte Kostenfaktor im Gesundheitswesen. Das Knie-Active-Programm wendet sich nun an aktive Menschen, die bereits erste Symptome haben, aber weiterhin beweglich bleiben wollen. Im Gegensatz zu einem Reha- oder Klinikaufenthalt wohnen die Teilnehmer als Selbstzahler in Wildbader Vier-Sterne-Hotels. Während ihrer Zeit in der Kurstadt erlernen sie den spezifischen Umgang mit dem schmerzenden Knie. Sie erhalten eine ärztliche Analyse, eine wissenschaftliche biomechanische Bewegungsanalyse und ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm mit Verhaltenstipps für zu Hause. Im Preis von 1.295 Euro sind außerdem drei Übernachtungen mit Halbpension und jeweils ein Eintritt ins Palais Thermal und die Vital Therme enthalten.
Zum viertägigen Programm gehört auch eine wissenschaftliche Analyse der Knie-Arthrose direkt im Sportinstitut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie eine physiotherapeutische Analyse im Zentrum für Prävention, Diagnostik und Therapie Trimedic in Karlsruhe, wo auch Spitzensportler behandelt werden. Im Sportinstitut des KIT hat Prof. Dr. Sell bekanntlich einen Lehrstuhl inne.
Bis zu acht Personen können an dem Programm teilnehmen, das mit einem ersten Termin vom 16. bis 19. Oktober starten wird. Das Ziel ist, jeden Monat einen Termin anzubieten. Wie am Rande der Präsentation zu erfahren war, gibt es in den Hotels bereits Anfragen von Interessierten. Das freut natürlich besonders die Touristiker, die sich durch „Knie Active“ eine Profilierung der Stadt als Zentrum für Knie-Arthrose erhoffen. „Wir werden damit unsere Übernachtungszahlen nicht ins Unermessliche steigern, aber wir zeigen damit ein Profil, das ganz wunderbar zu Bad Wildbad passt“, betonte Mosbacher, der selbst an Knie-Problemen leidet und das Programm im Vorfeld getestet hat. „Damit werden die Kompetenzen von Bad Wildbad wiederentdeckt“, lobte auch Bürgermeister Klaus Mack, der weiter betonte, die Stadt brauche solche Aushängeschilder. Auch Detlev Weingärtner freut sich als Vertreter der Hotellerie, dass ein solches Programm von Prof. Dr. Sell entwickelt und angestoßen wurde: „Damit schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal“. Und vielleicht geht ja der Traum von Prof. Dr. Sell in Erfüllung und in spätestens fünf Jahren werden alle Menschen, die an Knie-Problemen leiden, als erstes an Bad Wildbad denken.

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