© Sana Kliniken AGRückenmarksverletzungen führen meistens auch zur Beeinträchtigung von Körperfunktionen wie Blase, Darm, Sexualität, Blutdruck und Temperaturregulation.
© Sana Kliniken AG

Je höher, desto schlimmer

Verletzungen des Rückenmarks

Die Behinderung nach einer Rückenmarkverletzung hängt von Schwere der Verletzung, Lage des betroffenen Segments und Art der beschädigten Nervenfasern ab.

Grundsätzlich gilt, dass alle Funktionen unterhalb des Verletzungsniveaus ausfallen.

Halswirbelsäule, pars cervicalis
C1-C4: Bei einer Schädigung des Rückenmarks oberhalb des vierten Halswirbels tritt meist eine Atemlähmung auf.

C1-C7: Tetraplegie Die Verletzung der Halswirbelsäule und des zervikalen Rückenmarks führt zur Lähmung von Armen und Beinen.

Brustwirbelsäule, pars thoracica
C7: Ist das Rückenmark bis zum sechsten Halsnerven intakt, können Patienten oft noch das Ellbogengelenk beugen und die Hand im Handgelenk strecken, die Finger jedoch nicht aktiv bewegen.

Th2-Th8: Paraplegie Bei einer Verletzung des Rückenmarks zwischen dem zweiten und dem achten Brustwirbel können Arme und Hände noch bewegt werden, die Rumpfkontrolle ist jedoch eingeschränkt und die Beine sind gelähmt.

Lendenwirbelsäule, pars lumbalis
L1-L5: Wenn die Nerven auf Höhe des ersten bis fünften Lendenwirbels verletzt werden, ist die Kontrolle über die Beine eingeschränkt. Bei Verletzung der sakralen Nerven im Beckenbereich wird oft nur die Kraft für die Fußhebung und -senkung eingeschränkt sein.

Rückenmarksverletzungen führen meistens auch zur Beeinträchtigung von Körperfunktionen wie Blase, Darm, Sexualität, Blutdruck und Temperaturregulation.

Adresse

RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm
Oberer Eselsberg 45
89081 Ulm