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„Herzpflege“ am Krankenhaus Roding

Kardiologie arbeitet eng mit dem Uniklinikum Regensburg zusammen

Seit vielen Jahren betreut und behandelt Dr. Hardmann herztransplantierte Patienten vor und nach der Transplantation, heimatnah und in direkter Angehörigennähe.

Entspannt sitzt der Patient in der Cafeteria im Rodinger Krankenhaus, blättert in einer Zeitschrift bei einer Tasse Tee. Unter dem Arm eine kleine Tasche – unauffällig, doch lebensnotwendig, denn in ihr befindet sich „sein Herz“. Er ist einer von vielen Patienten, die im Rodinger Krankenhaus in Kooperation mit der Uniklinik Regensburg behandelt werden und mit höchster Dringlichkeit (High-Urgency-Listung) auf ein Spenderherz warten.

Diese Zusammenarbeit ist in der Region einzigartig. Schon seit vielen Jahren werden in den Sana Kliniken des Landkreises Cham vom geschulten Team der Abteilung für Innere Medizin herztransplantierte Patienten vor und nach der Transplantation – heimatnah und in direkter Nähe zu den Angehörigen – betreut und behandelt. Voruntersuchungen werden im Rodinger Krankenhaus durchgeführt, das Herz in der Uniklinik Regensburg transplantiert und danach der Patient wieder in Roding versorgt – bis zu seiner Entlassung.

Meist steht nicht sofort ein Spenderherz zur Verfügung, der herzkranke Patient steht auf der Warteliste, doch lässt sein meist lebensbedrohlicher Zustand ein Leben in gewohnter häuslicher Umgebung nicht mehr zu. Eine 24-Stunden-Betreuung an sieben Tagen in der Woche auf der Intensivstation ist unumgänglich. Besonders drastische Krankheitsverläufe erfordern die Implantation eines Kunstherzens, die in Regensburg durchgeführt wird. Zwei Akkus, ein Ladegerät und eine elektronische Steuereinheit, die die Umdrehung einer Turbine im Inneren des Kunstherzens regelt, sorgen dann dafür, dass die Herzpatienten nicht nur leben, sondern in der Regel und den Umständen entsprechend gut leben können. Dieses System übernimmt die Arbeit, die das eigene Herz nicht mehr leisten kann.

Das Kunstherz hilft, die Zeit vor der lebensrettenden Organtransplantation zu überbrücken, und das Ärzte- und Pflegeteam hilft den Patienten dabei. Noch nie hat es Probleme bei der Betreuung der Herz-Patienten gegeben, was an dem fundierten Wissen und der jahrelangen Erfahrung der Ärzte und Pflegekräfte liegt. Je nach Zustand des Patienten wird dieser auf der Intensivstation 24 Stunden lang überwacht oder in einer der Normalstationen betreut. Die Funktion des Geräts sowie die Vitalwerte des Patienten werden regelmäßig überprüft, es werden Medikamente verabreicht und, was am wichtigsten ist, wertvolle Ansprechpartner bei allen Unsicherheiten zur Verfügung gestellt. Es kann zwar kein ‚Rundum-Sorglos-Paket’ angeboten werden, doch wissen die HTX-Patienten – HTX steht für Herztransplantation –, dass sie bei Ärzten und Pflegern in Cham in den besten Händen sind. Die Zufriedenheit der Patienten spricht dafür.

Dass die Behandlung mit dem Kunstherz jedoch keine Dauerlösung sein kann, ist allen Beteiligten klar. Ein Spenderherz muss schnellstmöglich her. Die moderne Medizin und die Möglichkeit der Betreuung praktisch direkt vor der Haustüre sorgen jedoch dafür, dass das knappe Zeitfenster etwas weiter offen steht.

Adresse

Sana Kliniken des Landkreises Cham
Krankenhaus Roding
Arnulfstraße 1
93426 Roding