© Michael Pfumfel / Sana Klinikum Hameln-PyrmontInlineskaten fällt Michael Pfumfel nun deutlich leichter – sein Ziel: der Inliner-Halbmarathon an Ostern
© Michael Pfumfel / Sana Klinikum Hameln-Pyrmont

Nie wieder XXL? …und es funktioniert doch!

Dauerhafte Gewichtsabnahme wird in Hameln durch Adipositas Netzwerk unterstützt

Was wird nicht alles versprochen, um dauerhaft Übergewicht zu reduzieren. Doch meist ist die Wirkung nur von kurzer Dauer und der Jo-Jo-Effekt tritt ein.

Mit mehr Gewicht als vor der Abnahme – diese Erfahrung machte auch der jetzt 49-jährige Michael Pfumfel, Adipositas-Patient des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont. Er versuchte mehrfach, sein Gewicht von phasenweise 155 kg dauerhaft zu reduzieren.

„Nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte, stieg mein Gewicht von etwa 100 kg auf 120 kg“, schildert Pfumfel den Beginn seiner Gewichtszunahme. „Ich war zunächst bei einer Ernährungsberatung, doch das Programm habe ich nicht erfolgreich durchhalten können. Ich nahm erneut zu und wollte es nun mit Sport versuchen. So kam ich zum Inlineskaten.“ Dieser Sport habe ihn aufgrund seiner Dynamik und der Naturnähe begeistert, erzählt Pfumfel, aber er habe immer nur sehr kurze Strecken fahren können, bevor ihm im wahren Sinne des Wortes die Puste ausging.

„Beim Gespräch nach dem Training mit anderen Inlineskatern erfuhr ich vom Adipositas Netzwerk in Hameln und sah eine Chance, dauerhaft mit meinem Übergewicht abzuschließen“, berichtet der zu diesem Zeitpunkt mehr als 150 kg schwere Inline-Sportler. „Aber ich konnte mich zunächst nicht dazu durchringen, das Thema konsequent anzugehen. Den Ausschlag gab letztendlich ein Filmbericht über einen 250-kg-Patienten in den USA, in dem eindrucksvoll der Leidensweg mit den vielen Begleiterkrankungen beschrieben wurde. So wollte ich nicht enden.“

Nach ausführlichen Informationsgesprächen mit Dr. med. Andreas Hoffmann, Leiter des Adipositas Netzwerks Hameln und Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont, entschloss sich Michael Pfumfel Ende 2011 dazu, sein Schicksal mit aller Kraft in die Hand zu nehmen und sein Gewicht durch eine von Psychologen und Ernährungsberatern bereits im Vorfeld unterstützte Magenbypass-OP auf ein für seine Körpergröße passendes Maß zu bringen.

Bei den dafür erforderlichen Schritten, wie Anträgen und Terminen beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, stand ihm stets die Adipositas-Sprechstunde im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont als Anlaufstelle zur Verfügung, so dass am Ende im Sommer 2012 nichts mehr gegen die geplante OP sprach. Dr. Hoffmann: „Ich habe Herrn Pfumfel als sehr engagierten und hochgradig motivierten Patienten kennengelernt, der sein Ziel einer Gewichtsreduktion mittels minimal-invasiv operiertem Magenbypass sehr geradlinig verfolgt hat. Auch seine Mitarbeit in unserer Adipositas-Selbsthilfegruppe ist bemerkenswert und vorbildlich.“

„Bereits zwei Tage nach der OP war ich wieder richtig munter und konnte im Klinikum umherlaufen“, beschreibt Michael Pfumfel die erste Zeit nach der OP. „Die Krankengymnasten haben mich immer etwas bremsen müssen, damit ich mit meinem Bewegungsdrang die Wundheilung nicht störe. Auch das Skaten durfte ich erst nach zwei Monaten wieder beginnen.“

Dann startete er jedoch voll durch. Mittlerweile beträgt sein Körpergewicht 99 kg und aus den lediglich zwei bis fünf Minuten Skaten wurde im Hallentraining bereits eine halbe Stunde volle Power. Außerdem hat sich Michael Pfumfel etwas vorgenommen: Ende März dieses Jahres möchte er beim Paderborner Osterlauf einen Inliner-Halbmarathon erfolgreich mitlaufen. „Die Zeit ist mir egal, aber ich möchte auf jeden Fall ins Ziel kommen“, sagt der rundum zufriedene und vor allem endlich schlanke Sportler.

Adresse

Sana Klinikum Hameln-Pyrmont
Saint-Maur-Platz 1
31785 Hameln
www.sana-hm.de