© Sana Kliniken LübeckSchlauchmagen
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Neue Chance durch Magenband, Magenbypass und Schlauchmagen

Die drei häufigsten OP-Methoden bei starkem Übergewicht

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Übergewicht durch eine Operation zu bekämpfen. Zu den häufigsten Verfahren zählen Magenband, Magenbypass und Schlauchmagen.

In der Adipositas-Chirurgie unterscheidet man zwischen Verfahren, bei denen das Volumen des Magens verkleinert wird, wie etwa Magenband oder Schlauchmagen, und sogenannten Kombinationsverfahren, bei denen der Magen verkleinert und der Dünndarm verkürzt wird, z. B. Magenbypass. Es wird jeweils individuell und sorgfältig geprüft, welche Methode für den Patienten sinnvoll sein könnte.

Bei der Magenband-Operation wird ein weiches Silikonband mittels Bauchspiegelung in den Bauch eingebracht und wie ein Gürtel um den oberen Teil des Magens geschlungen. Das Band, das leichten Druck ausübt, verleiht dem Magen die Form einer Sanduhr. Bei den Mahlzeiten sammeln sich Nahrung und Flüssigkeit oberhalb des Magenbands und gelangen nur langsam in den unteren Magenbereich. Sobald sich die kleine, obere Magentasche gefüllt hat, wird dem Gehirn signalisiert, dass der gesamte Magen voll sei. Somit verspüren die Patienten früh und für eine längere Zeit ein Sättigungsgefühl und essen insgesamt weniger. Das Magenband ist über einen Zugang verstellbar, der unter der Haut implantiert wird. Bei gutem Erfolg können mit diesem Verfahren 50 Prozent des Übergewichts reduziert werden. Es eignet sich nicht für Patienten, die sich ausschließlich von Süßigkeiten ernähren.

Über eine Bauchspiegelung wird beim Magenbypass der Magen durch eine Naht in zwei Teile geteilt. Dadurch entstehen eine kleine Magentasche und ein größerer Restmagen. Die Magentasche kann nur wenig Nahrung aufnehmen, ist schnell gefüllt und dem Gehirn wird ein frühes und länger anhaltendes Sättigungsgefühl signalisiert. Zusätzlich wird bei dieser Methode auch der Dünndarm verkürzt, wodurch die Nahrungspassage beschleunigt und weniger Kalorien aufgenommen werden. Der Magenbypass ermöglicht einen stärkeren Gewichtsverlust als etwa das Magenband. Bei der Mehrzahl der Patienten führt er außerdem zu einer schnelleren Besserung der Adipositas-Begleiterkrankungen, z. B. Diabetes mellitus, bzw. sogar dazu, dass diese Erkrankungen vollständig zurückgehen. Es wird empfohlen, bei einem Magenbypass regelmäßig Vitamine und Spurenelemente einzunehmen, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken.

Bei der Schlauchmagen-Operation (Sleeve-Gastrektomie) wird über eine Bauchspiegelung der größere Teil des Magens entfernt und aus dem Restmagen ein Schlauch (Sleeve) gebildet. Der normale Verdauungsprozess bleibt von diesem Eingriff unberührt. Auch beim Schlauchmagen können die Patienten nur noch kleine Mengen an Nahrung zu sich nehmen und verspüren ein frühes Sättigungsgefühl. Dies führt insgesamt zu einem zügigen Gewichtsverlust. Die Schlauchmagen-Operation ist nicht geeignet für Patienten mit massivem Sodbrennen. Bei Patienten mit einem sehr hohen Body Mass Index kann nach der Gewichtsreduktion in einem zweiten Operationsschritt der Schlauchmagen durch einen Magenbypass oder eine biliopankreatische Teilung mit duodenalem Switch komplettiert werden.

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