© Sana Kliniken AGRobert Schumann
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Prominente Klavierspielopfer

Musiker üben bisweilen acht bis zehn Stunden am Tag und setzen ihre Hände um das Zehnfache schneller und genauer ein als Normalbürger.

Rund ein Prozent der Profimusiker leidet an fokaler Dystonie, einer Krankheit, die schon einige prominente Karrieren beendet hat.

Doch die virtuose Fingerakrobatik hat mitunter ihren Preis: Rund ein Prozent der Profimusiker leidet an fokaler Dystonie, eine Krankheit, die schon einige prominente Karrieren beendet hat. Der Komponist Robert Schumann gilt in der Wissenschaft als erster dokumentierter Fall von fokaler Dystonie, auch wenn die Medizin im 19. Jahrhundert dem Leiden noch keinen Namen geben konnte.

Der Komponist musste schon früh seine Pianistenlaufbahn aufgeben, weil sich der Mittelfinger seiner rechten Hand beim Klavierspielen unwillkürlich einrollte. Schumann wusste sich auf unkonventionelle Art zu helfen, er komponierte für sich ein Virtuosenstück, das sich ohne Mittelfinger spielen ließ. Doch eine schwere psychotische Erkrankung beendete schließlich sein musikalisches Schaffen.