10. Dezember 2012 von Dr. med. Wolfram Seidel in Sprechstunde
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Schmerz, lass nach!

Mit Manueller Medizin wird in den Sana Kliniken Sommerfeld jedes Jahr 2.500 chronischen Schmerzpatienten geholfen – die Warteliste steigt.

Bevor Patienten zum Schmerzspezialisten gelangen, liegen durchschnittlich zehn Jahre mit Behandlungsversuchen von acht verschiedenen Fachärzten hinter ihnen.

„Gerade bei chronischen Schmerzen des Bewegungssystems spielen psychosoziale Faktoren eine große Rolle, denn Stress, Angst und Anspannung wirken sich direkt auf die Muskelspannung aus“,
Dr med. Wolfram Seidel.

Jeder sechste Erwachsene in Deutschland leidet Schätzungen zufolge unter chronischen Schmerzen. Diesen 13 Millionen Betroffenen stehen derzeit kaum mehr als 1.000 Schmerzspezialisten gegenüber. Die meisten Behandlungsversuche bei chronischen Schmerzen finden immer noch in der Praxis von Allgemeinmedizinern, Internisten oder Orthopäden statt — mit mäßigem Erfolg. Kaum zu glauben: Bevor chronisch Kranke zu einem Schmerzspezialisten gelangen, haben sie durchschnittlich zehn Jahre mit Behandlungsversuchen von acht verschiedenen Fachärzten hinter sich. Je länger aber ein Patient unter chronischen Schmerzen leidet, desto niedriger ist die Heilungschance.

Dem vielschichtigen Phänomen der Schmerzkrankheit ist allein mit Medikamenten oder chirurgischen Eingriffen nicht beizukommen. Vielmehr basiert die moderne Schmerzmedizin auf einem biopsychosozialen Modell. Neben organischen und funktionellen Faktoren spielen darin die vergangene und gegenwärtige Situation des Patienten, seine Familie und sein soziales Umfeld eine wesentliche Rolle. Diese Faktoren beeinflussen sich wechselseitig und können sowohl Ursache als auch Folge der chronischen Schmerzerkrankung sein. Deshalb ist die Behandlung von chronischen Schmerzen nur erfolgreich, wenn sie interdisziplinär erfolgt.